Söder verurteilt ‚feigen Anschlag‘ auf Berliner CSD
Söder verurteilt Anschlag auf Berliner CSD

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat den tödlichen Angriff auf den Berliner Christopher Street Day (CSD) scharf verurteilt. Auf der Plattform X schrieb der CSU-Chef: „Der feige Anschlag auf den CSD in Berlin ist eine furchtbare Tat.“ Er sei fassungslos, dass friedlich feiernde Menschen angegriffen, verletzt und sogar aus dem Leben gerissen wurden. Seine Gedanken seien bei den Opfern und Angehörigen. „Wir werden uns dem Terror nicht beugen“, so Söder weiter.

Angriff mit Auto: Eine Tote und mehrere Schwerverletzte

Am Samstagabend war ein Fahrzeug am Rande des CSD-Umzugs in Berlin in eine Menschenmenge gerast. Dabei wurde eine Frau getötet. Mehrere weitere Personen erlitten Verletzungen, einige von ihnen schwebten in der Nacht zum Sonntag noch in Lebensgefahr. Die genaue Zahl der Verletzten ist noch nicht bekannt. Der mutmaßliche Täter konnte von der Polizei festgenommen werden. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauern an.

Landesweite Bestürzung und Solidarität

Neben Söder äußerten sich zahlreiche weitere Politiker betroffen. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU) sprach von einer „abscheulichen Tat“. Er sei entsetzt über den Angriff auf eine friedliche Demonstration für Toleranz und Vielfalt. Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) erklärte, man stehe „vereint an der Seite der queeren Community“. Auch Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) zeigte sich erschüttert und sicherte den Opfern und Hinterbliebenen Unterstützung zu. Die Berliner Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen und prüft ein mögliches terroristisches Motiv.

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CSD-Veranstalter rufen zu Zusammenhalt auf

Die Veranstalter des Berliner CSD riefen trotz der Tat zu Zusammenhalt auf. Sie betonten, dass der Angriff die queere Gemeinschaft nicht einschüchtern dürfe. Bereits für die kommenden Tage sind Mahnwachen und Solidaritätskundgebungen geplant. Auch in anderen Städten wie München und Köln fanden spontane Versammlungen statt, um der Opfer zu gedenken und ein Zeichen gegen Hassgewalt zu setzen. Der CSD in Mühldorf am Inn, der zeitgleich stattfand, entschied sich, die Veranstaltung trotz der Ereignisse fortzuführen, wie die Organisatoren mitteilten: „Wir lassen uns nicht einschüchtern.“

Hintergrund: CSD als Symbol für Freiheit und Toleranz

Der Christopher Street Day erinnert an die Stonewall-Aufstände von 1969 in New York und wird weltweit als Demonstration für die Rechte von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und queeren Menschen begangen. In Berlin zählt der CSD zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Europa. Der Angriff vom Samstag hat die queere Gemeinschaft tief getroffen, aber auch breite gesellschaftliche Solidarität ausgelöst. Politiker aller demokratischen Parteien verurteilten die Tat und sprachen den Opfern ihr Mitgefühl aus.

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