Seit vielen Jahren wünschen sich die Bewohner von Marzahn-Hellersdorf einen Ort, an dem sie im Sommer legal im Freien baden können. Dieser Wunsch soll nun endlich in Erfüllung gehen. Die Senatsverwaltung für Inneres und Sport und die Berliner Bäderbetriebe haben grünes Licht für den Bau eines Schwimmbads mit Außenbereich im Jelena-Santic-Friedenspark am Kienberg gegeben.
Finanzierung gesichert – Planungen starten
Die Finanzierung des Projekts ist gesichert, wie die zuständigen Behörden mitteilten. In Kürze beginnen die konkreten Planungen für das sogenannte Kombibad, das sowohl Innen- als auch Außenbereiche umfassen wird. Das Bad entsteht in unmittelbarer Nähe zu den Gärten der Welt, einem beliebten Ausflugsziel im Bezirk.
„Es wird eine Liegewiese geben, Bademeister, Pommes – alles, was ein Freibad braucht“, erklärte ein Sprecher der Berliner Bäderbetriebe. Das Bad soll den Bewohnern des Bezirks endlich eine Möglichkeit bieten, im Sommer ohne weite Anfahrten zu schwimmen.
Standort und Ausstattung des neuen Bades
Das Kombibad wird im Jelena-Santic-Friedenspark errichtet, einem weitläufigen Grünzug am Kienberg. Geplant sind ein Schwimmerbecken, ein Nichtschwimmerbereich sowie eine großzügige Liegewiese. Auch gastronomische Angebote wie ein Kiosk mit Pommes und anderen Snacks sind vorgesehen. Die genaue Ausstattung wird im Zuge der Planungen festgelegt.
Der Bezirk Marzahn-Hellersdorf ist einer der wenigen Berliner Bezirke ohne eigenes Freibad. Bisher müssen die Bewohner auf Bäder in benachbarten Bezirken ausweichen oder in die weiter entfernten Strandbäder an der Spree oder den Müggelsee fahren. Das neue Bad soll diese Lücke schließen und die Lebensqualität im Bezirk verbessern.
Zeitplan: Eröffnung noch nicht absehbar
Trotz der gesicherten Finanzierung und des Startschusses für die Planungen wird es noch einige Jahre dauern, bis das Bad eröffnet werden kann. Die Bauzeit wird auf mindestens zwei bis drei Jahre veranschlagt, hinzu kommen die Planungs- und Genehmigungsverfahren. Ein genaues Eröffnungsdatum steht daher noch nicht fest.
Die Berliner Bäderbetriebe betonten jedoch, dass das Projekt hohe Priorität genieße. „Wir sind fest entschlossen, das Bad zu realisieren“, so ein Sprecher. Auch die Bezirkspolitik begrüßt den Schritt: Marzahn-Hellersdorf habe lange auf ein eigenes Sommerbad gewartet, nun gehe ein langgehegter Wunsch in Erfüllung.
Bedeutung für den Bezirk
Das neue Kombibad ist nicht nur eine Bereicherung für die Freizeitgestaltung, sondern auch ein wichtiger Standortfaktor für Marzahn-Hellersdorf. Der Bezirk hat in den letzten Jahren stark an Attraktivität gewonnen, unter anderem durch die Gärten der Welt und die Internationale Gartenausstellung 2017. Das Bad soll diesen Trend fortsetzen und den Bezirk als Wohn- und Naherholungsort stärken.
Die Bewohner reagieren erfreut auf die Nachricht. In sozialen Medien und lokalen Foren wird das Projekt überwiegend positiv aufgenommen. Viele hoffen, dass die Eröffnung nicht allzu lange auf sich warten lässt. Bis dahin müssen die Marzahn-Hellersdorfer jedoch weiterhin auf andere Bäder ausweichen oder auf den Sommer warten, wenn die Badesaison in den vorhandenen Freibädern beginnt.



