Eichenprozessionsspinner: Strandbad Jungfernheide scheitert vor Gericht
Strandbad scheitert vor Gericht gegen Eichenprozessionsspinner

Das Strandbad Jungfernheide hat vor dem Verwaltungsgericht Berlin zunächst vergeblich für eine schnellere Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners gekämpft. Die Betreiberin hat nach einer Entscheidung keinen Anspruch auf eine vorrangige Bekämpfung im Umfeld des Freibads, wie eine Gerichtssprecherin mitteilte.

Eilantrag abgelehnt: Bezirksamt muss nicht priorisieren

Das Strandbad wollte im Eilverfahren das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf zu einer effektiven Schädlingsbekämpfung verpflichten. Die bisher ergriffenen Maßnahmen seien vollkommen unzureichend und die Priorisierung der Bezirke bei der Bekämpfung nicht nachvollziehbar, argumentierte die Betreiberin nach Gerichtsangaben. Die Klägerin verwies dabei auf Gefahren für ihre Beschäftigten sowie die Existenzgefährdung aufgrund der finanziellen Einbußen.

Strandbad seit Ende Mai geschlossen

Das Strandbad im Volkspark Jungfernheide ist seit Ende Mai – so wie schon im vergangenen Jahr – geschlossen. In dem Gebiet stehen Tausende Eichen. Der Volkspark gehört zu den Bereichen in Berlin, die stark betroffen sind von der Plage in diesem Sommer. Die winzigen Brennhaare der Raupen des Eichenprozessionsspinners können schwere allergische Reaktionen, Hautreizungen und Atembeschwerden auslösen.

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Gericht: Priorisierung nachvollziehbar

Aus Sicht des Verwaltungsgerichts können die Bezirksämter bei der Bekämpfung Prioritäten setzen – zumal Fachunternehmen nur begrenzt zur Verfügung stünden. Dass die Behörden deshalb insbesondere Schulen, Kindertagesstätten, Sporteinrichtungen und weiteren Einrichtungen der Daseinsvorsorge bevorzugten, sei nachvollziehbar und rechtlich nicht zu beanstanden.

Nächste Instanz möglich

Die Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig. Gegen den Beschluss kann Beschwerde bei der nächsthöheren Instanz, dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg, erhoben werden. Das Strandbad hofft unterdessen, in der nächsten Woche öffnen zu können, wie es vom Unternehmen hieß.

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