Frei wird Fraktionschef: Warnung an Merz aus der Union
Frei wird Fraktionschef: Warnung an Merz

Frei als Fraktionschef: Merz löst ein Problem und schafft ein neues

Friedrich Merz hat einen Nachfolger für den erkrankten Fraktionschef gefunden – und sich damit ein neues Problem eingehandelt. Der Kanzleramtsminister Thorsten Frei soll die Unionsfraktion im Bundestag führen. Doch in der Fraktion herrscht Ernüchterung. Ausgerechnet Frei, der sich als Kanzleramtschef schwer tat, soll nun die Geschicke der Fraktion lenken. Es kursiert bereits eine Warnung an Merz: Der Posten des Kanzleramtschefs müsse nun neu besetzt werden – und das könnte schwierig werden.

Schwierige Suche nach einem neuen Kanzleramtschef

Die Personalie Frei gilt intern als Notlösung. Der 52-jährige CDU-Politiker hatte sich im Kanzleramt nie wirklich durchsetzen können. Kritiker werfen ihm mangelnde Durchsetzungsfähigkeit vor. Nun soll er die Fraktion führen, die ohnehin unruhig ist. Ein Abgeordneter sagte dem SPIEGEL: „Frei ist ein guter Mann, aber ob er die Fraktion zusammenhalten kann, ist fraglich.“ Die Warnung an Merz lautet: Wer immer neuer Kanzleramtschef werde, müsse ein Schwergewicht sein. Denn das Kanzleramt sei das Machtzentrum der Regierung.

Ernüchterung in der Unionsfraktion

In der Fraktion macht sich Ernüchterung breit. Viele Abgeordnete hatten sich einen erfahreneren Fraktionschef gewünscht. Einige hofften auf den früheren Innenminister Thomas de Maizière oder den Wirtschaftspolitiker Carsten Linnemann. Doch Merz entschied sich für Frei. Ein Fraktionsmitglied sagte: „Das ist ein Risiko. Wir brauchen jemanden, der die Fraktion führt, nicht jemanden, der geführt wird.“ Die Stimmung sei angespannt, weil die Union in Umfragen zuletzt leicht nachgelassen habe.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Die Herausforderungen für Frei

Thorsten Frei steht vor großen Herausforderungen. Die Fraktion ist gespalten zwischen dem Wirtschaftsflügel und dem konservativen Flügel. Zudem muss er die Zusammenarbeit mit der SPD in der Koalition gestalten. Der 52-Jährige gilt als loyaler Merz-Vertrauter, aber nicht als eigenständiger Kopf. Beobachter fragen sich, ob er sich gegen die starken Minister durchsetzen kann. Ein Abgeordneter warnte: „Wenn Frei scheitert, wird das auf Merz zurückfallen.“

Wer wird neuer Kanzleramtschef?

Die Frage, wer Freis Posten im Kanzleramt übernimmt, ist offen. Mögliche Kandidaten sind Staatsministerin Sarah Ryglewski (SPD) oder der parlamentarische Staatssekretär im Kanzleramt, Wolfgang Schmidt (SPD). Doch die SPD pocht auf einen eigenen Kandidaten. Ein Koalitionspolitiker sagte: „Das Kanzleramt ist zu wichtig, um es der CDU zu überlassen.“ Die Entscheidung dürfte in den nächsten Wochen fallen. Bis dahin bleibt Frei geschäftsführend im Amt – und die Fraktion wartet auf klare Signale.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration