Der US-Chipkonzern AMD und der KI-Entwickler Anthropic haben ein milliardenschweres Überkreuz-Geschäft vereinbart. AMD kündigte am Mittwoch an, sich mit bis zu fünf Milliarden Dollar an Anthropic beteiligen zu wollen. Im Gegenzug verpflichtet sich der OpenAI-Rivale, AMD-Hochleistungsprozessoren mit einem Gesamt-Energiebedarf von zwei Gigawatt zu kaufen.
Hintergrund der Transaktion
Mit dieser Investition will AMD seinen Rückstand auf den Weltmarktführer Nvidia im Bereich Künstliche Intelligenz verkürzen. Anthropic sichert sich im Gegenzug dringend benötigte Rechenkapazitäten, um die rasant wachsende Nachfrage nach seinen KI-Anwendungen bedienen zu können. Das „Wall Street Journal“ hatte zuerst über die Pläne berichtet.
Details der Vereinbarung
Der Zeitung zufolge plant Anthropic, einen Teil der AMD-Chips in eigenen Rechenzentren einzusetzen und weitere Kapazitäten bei Cloud-Anbietern anzumieten. Die Geldspritze von AMD dient laut dem Bericht der Finanzierung des Wachstums von Anthropic. Die Partnerschaft ist als Überkreuz-Geschäft strukturiert, bei dem beide Seiten voneinander profitieren.
Bedeutung für den KI-Markt
Die Vereinbarung unterstreicht den intensiven Wettbewerb im Markt für KI-Hardware und -Software. Während Nvidia derzeit mit seinen Grafikprozessoren dominiert, versucht AMD mit eigenen Hochleistungsprozessoren Marktanteile zu gewinnen. Anthropic, bekannt für sein KI-Modell Claude, erhält durch den Deal Zugang zu modernster Hardware, um mit OpenAI konkurrieren zu können.



