Bundeswehr kann von ukrainischer Armee lernen – Abgeordnete vor Ort
Bundeswehr kann von ukrainischer Armee lernen

Deutschland unterstützt die ukrainische Armee mit Milliardenhilfe. Davon könnte auch die Bundeswehr profitieren. Doch bei einer Reise nach Kyjiw machen zwei Abgeordnete ernüchternde Beobachtungen: Die ukrainischen Streitkräfte haben im Krieg gegen Russland Fähigkeiten entwickelt, von denen die Bundeswehr lernen könnte – wenn sie denn vor Ort wäre.

Milliardenhilfe für die Ukraine – und Lehren für die Bundeswehr

Die Bundesregierung hat der Ukraine seit Beginn des russischen Angriffskriegs umfangreiche Waffenlieferungen zugesagt. Allein im Jahr 2026 sind mehrere Milliarden Euro für die ukrainische Armee vorgesehen. Diese Unterstützung soll nicht nur der Verteidigung des Landes dienen, sondern auch der Bundeswehr wertvolle Erkenntnisse liefern. Die Abgeordneten Schwarz und Schäfer reisten nach Kyjiw, um sich vor Ort ein Bild zu machen.

Ernüchternde Beobachtungen der Abgeordneten

Die Reise der beiden Abgeordneten war ungewöhnlich: Sie besuchten ukrainische Einheiten und sprachen mit Kommandeuren. Dabei stellten sie fest, dass die ukrainische Armee in Bereichen wie Drohneneinsatz, Gefechtsführung und Logistik weit fortgeschritten ist. „Die Ukrainer haben in kürzester Zeit gelernt, mit modernster Technologie umzugehen und sie effektiv einzusetzen“, sagte ein Abgeordneter. „Davon könnte die Bundeswehr enorm profitieren.“

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Was die Bundeswehr lernen könnte

Besonders beeindruckt zeigten sich die Abgeordneten vom Einsatz unbemannter Systeme. Die ukrainische Armee nutzt Drohnen nicht nur zur Aufklärung, sondern auch für Angriffe. „Die Bundeswehr hat hier noch Nachholbedarf“, so der Abgeordnete. Auch die Fähigkeit, unter Beschuss schnell zu reagieren und flexibel zu operieren, sei vorbildlich. „Die Ukrainer kämpfen mit hohem Einsatz und großer Professionalität – das ist eine Lehre für uns alle.“

Kritik an mangelnder Präsenz der Bundeswehr

Doch die Reise offenbarte auch ein Problem: Die Bundeswehr ist in der Ukraine kaum präsent. Zwar gibt es Ausbildungsmissionen, aber direkte Beobachtungen vor Ort sind selten. „Wir müssen unsere Soldaten dorthin schicken, damit sie von den Erfahrungen der Ukrainer profitieren können“, forderte der Abgeordnete. Die Bundeswehr müsse ihre Präsenz in der Ukraine verstärken, um im Ernstfall besser vorbereitet zu sein.

Zukunft der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit

Die Abgeordneten forderten eine intensivere Kooperation zwischen Bundeswehr und ukrainischer Armee. „Die Ukraine ist nicht nur ein Empfänger von Hilfe, sondern auch ein Partner, von dem wir lernen können“, betonten sie. Die Bundesregierung solle die Zusammenarbeit ausbauen, insbesondere in den Bereichen Technologie und Taktik. Die Reise nach Kyjiw habe gezeigt, dass die ukrainischen Streitkräfte in vielen Bereichen führend seien – und die Bundeswehr diese Expertise dringend benötige.

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