Hagel und Starkregen: Unwetter legen Norddeutschland lahm
Zentimetergroße Hagelkörner, beschädigte Dächer und geflutete Keller: Schwere Unwetter haben im Norden Deutschlands erhebliche Schäden verursacht. Besonders betroffen waren Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern fielen am Montag enorme Regenmengen und Hagel. Die Feuerwehr verzeichnete bis zum Abend mehr als 160 Einsätze in den Regionen Zarrentin, Wittenburg und Hagenow. Ein vom Landkreis veröffentlichtes Video zeigte eine zentimeterhohe Hagelschicht, die an eine Winterlandschaft erinnerte.
Hagellöcher in Dächern und überflutete Straßen
Die Hagelkörner schlugen Löcher in Dächer. Einsatzkräfte berichteten zudem von überfluteten Straßen und Kellern, umgestürzten Bäumen und teils schweren Schäden an Fahrzeugen. Auch in Heidenau im niedersächsischen Landkreis Harburg gingen zentimetergroße Hagelkörner nieder. Ein Feuerwehrsprecher erklärte, dass Dächer und Fotovoltaikanlagen beschädigt sowie Autoscheiben zerschlagen wurden.
Großeinsatz in der Region Hannover
Ein starkes Unwetter sorgte auch in der Region Hannover für einen Großeinsatz. Nach Angaben der Feuerwehr bearbeitete die zuständige Leitstelle vom späten Montagabend bis Dienstagmorgen rund 2300 Notrufe und koordinierte etwa tausend wetterbedingte Einsätze in der Region Hannover und der Landeshauptstadt. Aufgrund außergewöhnlich hoher Niederschlagsmengen standen Keller, Aufzugsschächte und Tiefgaragen unter Wasser. Die Wassermassen führten zu Verkehrsbehinderungen, insbesondere durch überflutete Unterführungen.
Blitzeinschlag und überflutete Unterführung in Elmshorn
Ähnliche Berichte kamen von den Feuerwehren aus dem niedersächsischen Celle und Elmshorn in Schleswig-Holstein. Fotos zeigten unter anderem einen Einsatzwagen der Polizei in einer überfluteten Unterführung in Elmshorn. Die Feuerwehr musste dort zudem einen Dachstuhlbrand löschen, nachdem vermutlich ein Blitz in ein Haus eingeschlagen war.



