Wiesn-Bier 2025: Maß kostet bis zu 15,90 Euro – Preise steigen
Wiesn-Bier 2025: Maß bis 15,90 Euro – Preise steigen

Das Oktoberfest 2025 steht vor der Tür, und die Besucher müssen erneut tiefer in die Tasche greifen. Der Preis für eine Maß Bier liegt in diesem Jahr zwischen 14,80 Euro und 15,90 Euro. Damit bleibt die Maß zwar unter der symbolischen Marke von 16 Euro, dennoch wird der Wiesn-Besuch teurer als im Vorjahr. Laut der Stadt München steigen die Bierpreise im Durchschnitt um 2,38 Prozent im Vergleich zu 2025, als die Maß zwischen 14,50 Euro und 15,80 Euro kostete.

Drei Maß Bier kosten fast 50 Euro

Für Besucher, die mehrere Maß Bier trinken, summiert sich der Betrag schnell. Drei Maß Bier können je nach Zelt knapp 50 Euro kosten – konkret zwischen 44,40 Euro und 47,70 Euro. Auch alkoholfreie Getränke werden teurer: Ein Liter Tafelwasser kostet im Durchschnitt 11,13 Euro (Vorjahr: 10,95 Euro), Spezi 12,84 Euro (Vorjahr: 12,48 Euro) und Limonade 12,47 Euro (Vorjahr: 12,11 Euro). Wer zu zweit einen Tag auf der Wiesn verbringt und mehrere Getränke konsumiert, kann allein für Getränke einen dreistelligen Betrag ausgeben. Hinzu kommen Kosten für Essen, Fahrgeschäfte und Anreise.

Kostenloses Trinkwasser vom Brunnen

Wer sparen möchte, kann kostenloses Trinkwasser nutzen. Seit einigen Jahren stehen auf dem Festgelände Trinkwasserbrunnen zur Verfügung – im Vorjahr waren es zehn. Das ist eine willkommene Alternative zu den teuren Getränken.

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Günstigste und teuerste Zelte im Vergleich

Die günstigste Maß Bier gibt es in der Augustiner-Festhalle für 14,90 Euro – 40 Cent mehr als 2025. Die teuersten Preise verlangen das Armbrustschützen-Festzelt, die Bräurosl und das Löwenbräu-Festzelt mit jeweils 15,90 Euro pro Maß. Das sind 40 bis 50 Cent mehr als im Vorjahr. Zwischen dem günstigsten und dem teuersten der großen Zelte liegt somit eine Differenz von 1,00 Euro pro Maß. Noch etwas günstiger ist es am Familienplatzl und im Museumszelt auf der Oidn Wiesn, wo die Maß für 14,80 Euro (2025: 14,60 Euro) erhältlich ist.

Wirte begründen Preiserhöhungen

Die Vereinigung der Wiesn Wirte bezeichnet die Preiserhöhung als „moderat und im Rahmen der Inflation“. Der Preisdruck durch die Corona-Krise und den Ukraine-Krieg habe nicht nachgelassen. Auch der Iran-Krieg und stark gestiegene Transportkosten zeigten Auswirkungen. Wirtesprecher Peter Inselkammer betont: „Wir geben die Mehrkosten nicht komplett weiter an unsere Gäste.“ Der Einkauf sei um 6,5 Prozent teurer geworden. Bei den Speisenpreisen müssten die Gäste nicht tiefer in die Tasche greifen: „Hier bewegen wir uns auf dem Niveau des Vorjahres, und das, obwohl die Kosten für Security, Auf- und Abbau und das eigene Personal gestiegen sind“, so Wirtesprecher Christian Schottenhamel.

Kritik aus der Politik

Die Wiesn-Stadträtin Anja Berger (Grüne) bedauert, dass auch die Preise für alkoholfreie Getränke so stark steigen. Sie habe beim Bier auf moderatere Erhöhungen gehofft. „Geträumt habe ich sogar von einer Nullrunde.“

Nullrunde und sogar Preissenkung

Eine Nullrunde gibt es tatsächlich in einigen Zelten: Im Volkssängerzelt und im Wirtshaus im Schichtl bleibt die Maß bei 14,90 Euro – ein seltener Vorgang. Noch ungewöhnlicher ist der Schritt von Alexander Egger mit seinen Münchner Stubn, einem mittelgroßen Zelt. Er senkte den Preis von 15,80 Euro auf 15,50 Euro pro Maß. Egger hatte sich vergeblich um eines der großen Festzelte beworben und kämpft nun gerichtlich um eine Neuvergabe. Sein Vorstoß, eine europaweite Ausschreibung der Wiesn-Zelte prüfen zu lassen, sorgte für Wirbel. Nach einem ersten Scheitern will er die Frage notfalls bis vor den Europäischen Gerichtshof in Luxemburg bringen. Zudem legte er einen Eilantrag gegen die Ablehnung seiner Bewerbung für das Volkssängerzelt auf der Oidn Wiesn beim Verwaltungsgericht München ein.

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Die Gefahr des süffigen Wiesn-Biers

Das auf dem Oktoberfest ausgeschenkte Bier wird eigens nach streng gehüteten Geheimrezepten gebraut. Es hat mehr Stammwürze und einen höheren Alkoholgehalt als gewöhnliches Helles – rund 6 Prozent im Vergleich zu etwa 4,8 Prozent bei normalem Schankbier. In der Schwüle der Zelte lässt sich das Bier leicht trinken, was die Gefahr einer Alkoholintoxikation erhöht. Das städtische Referat für Gesundheit und Umwelt warnte bereits vor Jahren: Jede Maß Wiesn-Bier enthält so viel Alkohol wie acht Schnäpse. Fünf Maß entsprechen damit einer Flasche Schnaps. Viele Besucher merken erst spät, welche Folgen das hat. Alljährlich führt dies zu zahlreichen Einsätzen auf der Wiesn-Sanitätsstation. Im Jahr 2024 lautete bei einem Drittel aller Patienten die Diagnose Alkohol-Intoxikation, rund 190 alkoholgeschädigte Gäste mussten die Nacht über bleiben.

Wie die Bierpreise zustande kommen

Die Getränkepreise werden nicht von der Stadt München vorgegeben, sondern von den Wiesn-Wirten selbst kalkuliert. Die Stadt prüft lediglich, ob die Preise angemessen sind, und vergleicht sie mit den Preisen in Münchner Gaststätten. Dort kostet ein Liter Bier derzeit zwischen 7,70 und 13,40 Euro. Der Bierpreis gehört seit Jahren zu den meistdiskutierten Themen rund um das Oktoberfest. Kaum eine andere Zahl wird vor Beginn der Wiesn so aufmerksam verfolgt wie der Preis für die Maß.

Oktoberfest 2025: Termine und Besuchererwartung

Das Oktoberfest beginnt am 19. September mit dem traditionellen Anstich im Schottenhamel-Zelt und endet am 4. Oktober. Auf der Theresienwiese werden rund sechs Millionen Besucher erwartet.