117 tote Hunde in kalifornischem Tierheim entdeckt – Ermittlungen laufen
117 tote Hunde in Tierheim in Kalifornien entdeckt

In einem als „No-Kill“-Einrichtung bekannten Tierheim im US-Bundesstaat Kalifornien haben Ermittler die Überreste von mindestens 117 Hunden gefunden. Viele der Tiere weisen Schussverletzungen auf, wie das Sheriffbüro des Humboldt County mitteilte.

Grauenhafter Fund auf 20 Hektar großem Gelände

Bei der Durchsuchung des rund 20 Hektar großen Geländes von Miranda’s Rescue Animal Sanctuary in Fortuna wurden zudem 21 Hundeschädel sowie Hunderte weitere Knochen und Tierüberreste entdeckt. In einer Scheune fanden die Ermittler einen Bereich, der offenbar zur Tötung der Tiere genutzt worden war. In unmittelbarer Nähe lagen mehr als 600 Hundehalsbänder.

Sheriff William Honsal sprach von einem „grauenhaften Tatort“. Bislang sei jedoch noch niemand angeklagt worden.

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Hinweise auf Tierquälerei, Betrug und Verschwörung

Die Ermittlungen begannen im April, nachdem „glaubwürdige Hinweise“ auf mutmaßliche schwere Fälle von Tierquälerei, Betrug und Verschwörung eingegangen waren. Den Anstoß gaben zwei Tierschutzaktivisten. Einer von ihnen besitzt ein Nachbargrundstück und hatte mit Wildkameras Aktivitäten in der Nähe einer mutmaßlichen Begräbnisstätte dokumentiert. Später gruben die Aktivisten selbst Hundeüberreste auf dem Gelände aus.

Mithilfe eines Bodenradars entdeckten die Ermittler schließlich 117 vergrabene Hundekadaver in unterschiedlichen Stadien der Verwesung. Röntgenuntersuchungen von 70 Tieren ergaben in zahlreichen Fällen Geschosssplitter. Zudem wurden weitere, bereits stark verweste Tierüberreste gefunden.

Selbstbezeichnung als „No-Kill“-Einrichtung

Das Tierheim bezeichnet sich selbst als „No-Kill“-Einrichtung und nimmt nach eigenen Angaben Hunde aus Tierheimen sowie von Privatpersonen auf. Finanziert wird der Betrieb durch Übernahmegebühren und Spenden. Die Ermittlungen dauern an. „Diese Untersuchung hat gerade erst begonnen“, erklärte Sheriff Honsal. Es gelte nun, umfangreiche Beweismittel auszuwerten und zahlreiche Zeugen zu befragen.

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