19 Hunde aus Tiermessie-Haus befreit: Tiere fraßen toten Besitzer an
19 Hunde aus Tiermessie-Haus befreit: Tiere fraßen toten Besitzer

In Bornheim (Nordrhein-Westfalen) haben Rettungskräfte am Samstag 19 Hunde aus einem völlig vermüllten Einfamilienhaus befreit. Der Besitzer der Tiere war tot, die Hunde hatten tagelang kein Futter und Wasser erhalten. Einige Tiere hatten in ihrer Not begonnen, den Leichnam ihres Herrchens anzufressen.

Einsatzkräfte finden verwahrlostes Haus

Anwohner hatten die Feuerwehr alarmiert, nachdem der Nachbar seit Tagen nicht mehr gesehen worden war. Als die Einsatzkräfte die Haustür öffneten, schlug ihnen ein unerträglicher Gestank entgegen. Im Inneren fanden sie den toten Mann, der offenbar ein sogenannter Tiermessie war – er hatte zwanghaft viele Hunde um sich gehortet. Rund um den Leichnam irrten insgesamt 19 Hunde durch das völlig verwahrloste Gebäude.

Schockierende Zustände im Haus

„Was wir dort vorfanden, lässt sich kaum in Worte fassen. Polizei, Feuerwehr und Ordnungsamt waren bereits im Einsatz, als wir am Haus ankamen“, sagte Jordan Wieland (28), Vorsitzender des Vereins „Team für Tiere Köln“. „Schnell wurde klar: Es waren nicht ein paar Hunde – 19 Hunde befanden sich in der Wohnung. Die Tiere waren in einem erschreckenden Zustand. Einige Hunde waren anscheinend bereits so stark am Verhungern, dass sie begonnen hatten, ihren bereits verstorbenen Besitzer anzufressen.“

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Im Haus bot sich den Rettern ein Bild des Grauens. Überall lag Hundekot, eine Matratze war von den Tieren zerrissen worden. Mehrere Hunde waren in Transportboxen eingesperrt – ohne Futter und Wasser. In einer dieser Boxen hatte eine Hündin sogar vier Welpen zur Welt gebracht. „Der Geruch, die Zustände und die Bilder werden uns noch lange begleiten“, sagte Wieland.

Zustand der Tiere und weitere Schritte

Die Hunde waren halbverhungert und durstig. Nach Angaben von Nachbarn soll das Haus bereits vor dem Tod des Mannes in einem desolaten Zustand gewesen sein. Der Verstorbene soll nach Einschätzung der Tierretter etwa eineinhalb Tage tot im Haus gelegen haben. Die 19 Mischlinge wurden auf mehrere Tierheime verteilt. Dort werden sie nun versorgt und sollen später an neue Besitzer vermittelt werden.

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