Am 18. und 19. Juli 2025 verwandelt sich der Schöneberger Regenbogenkiez rund um den Nollendorfplatz zum 32. Mal in eine Festmeile. Das Lesbisch-schwule Stadtfest, das als Europas größtes queeres Straßenfest gilt, erwartet nach Angaben des Veranstalters Regenbogenfonds der schwulen Wirte erneut mehr als eine halbe Million Besucherinnen und Besucher.
Programm auf sechs Bühnen und Themenwelten
Auf über 20.000 Quadratmetern werden die Motz-, Eisenacher-, Fugger- und Kalckreuthstraße zur Bühne für Politik, Kultur, Gastronomie und zahlreiche Angebote der queeren Community. Das Fest steht unter dem Motto „Gleiche Rechte für Ungleiche – weltweit!“ und versteht sich seit seiner Gründung Anfang der 1990er-Jahre als Zeichen gegen Diskriminierung und Gewalt sowie für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt.
Eröffnet wird das Fest am Samstag um 16.40 Uhr von der früheren Schöneberger Bezirksbürgermeisterin Elisabeth Ziemer (Grüne) und dem ehemaligen Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD), die in diesem Jahr die Schirmherrschaft übernommen haben. Bereits ab 11 Uhr ist das Festgelände geöffnet.
Talkrunde und Rainbow Award 2026
Parallel zur Eröffnung lädt Stadtfest-Mitbegründer Gerhard Hoffmann von 16.30 bis 18.30 Uhr zu seiner Talkrunde „Das Wilde Sofa“ ein. Zu den Gästen zählen unter anderem die kurdische Transfrau Berfin Çelebi, die Musikerin, Malerin und Autorin Luci van Org sowie die Frauenrechtlerin und Imamin Seyran Ateş.
Um 18 Uhr verleiht der Regenbogenfonds den Rainbow Award 2026. Ausgezeichnet wird in diesem Jahr der Schöneberger CDU-Politiker Matthias Steuckardt für sein langjähriges Engagement für die queere Community.
Queerspiegel-Stand und politische Diskussionen
Der Queerspiegel des Tagesspiegels ist wieder mit einem eigenen Stand in der Fuggerstraße vertreten. Die Queerspiegel-Redaktion lädt am Samstag um 16 Uhr auf der Queere-Medien-Bühne zu einem Gespräch über aktuelle Themen der Community ein, mit Schwerpunkt auf der Lage der CSDs in diesem Jahr.
Das Programm verteilt sich auf sechs Bühnen und mehrere Themenwelten. Neben Konzerten, DJ-Sets und Kulturangeboten stehen politische Diskussionen, Film, Sport sowie Gesundheits- und Beratungsangebote auf dem Programm. In der Politikwelt präsentieren sich demokratische Parteien und ihre queeren Arbeitsgemeinschaften. Die Filmwelt wird vom Förderverein Teddy gestaltet, der im Rahmen der Berlinale die international renommierten Teddy Awards für herausragendes queeres Filmschaffen vergibt.
Gesundheit, Sport und FLINTA*-Welt
Ein Schwerpunkt liegt auf Gesundheits- und Präventionsangeboten. Die Berliner Aids-Hilfe informiert gemeinsam mit weiteren Organisationen über HIV, Aids, Prävention und medizinische Versorgung. In der Sportwelt stellen sich queere Sportvereine und Fanclubs vor und laden zu Mitmachaktionen ein.
Auf der Bühne der FLINTA*-Welt stehen Frauen, Lesben, intergeschlechtliche, nicht-binäre, trans und agender Personen im Mittelpunkt. Geplant sind Live-Musik, DJ-Sets, Performances und Spoken-Word-Beiträge.
Fetischwelt und Öffnungszeiten
Zur Fetischwelt gehören Informationsstände von Vereinen und Händlern aus der Leder-, Latex-, Rubber-, Bondage- und Puppyplay-Szene. Auf der sogenannten Boxer-Bühne stehen unter anderem eine Fetisch-Modenschau und Showeinlagen auf dem Programm.
Geöffnet ist das Lesbisch-schwule Stadtfest am Samstag von 11 bis 24 Uhr und am Sonntag von 11 bis 21 Uhr. Weitere Informationen und das gesamte Programm gibt es online unter stadtfest.berlin.



