ADHS in der Familie: Mutter packt aus – „Früher dachte ich, ich bin faul“
ADHS-Familie: Mutter berichtet von Kampf im Alltag

Elke Koch und ihre Familie leben mit ADHS – und stoßen täglich an ihre Grenzen. Die Mutter von neunjährigen Zwillingen berichtet, wie sie den Familienalltag trotz ständiger Herausforderungen meistert.

ADHS betrifft die ganze Familie

Elke Koch (47) und ihr Mann Marcel (53) haben ADHS. Auch ihre Söhne Bjarne und Mattis (9, Namen geändert) sind betroffen. „Bei uns ist es halt immer sehr chaotisch“, sagt die Berlinerin. Aufräumen fällt ihr schwer, ebenso wie ihrem Mann. „Sie glauben nicht, was hier manchmal los ist.“ Der ganz normale Alltag sei eine Herkulesaufgabe. „Aber ich habe alles im Griff“, betont sie. Dennoch: Schule, Hausaufgaben und Partnerschaft sind ständige Herausforderungen.

Herausforderungen im Alltag

Die Zwillinge sprengten oft den Schulalltag, zu Hause gibt es Wut und Frust. „Es wurde so viel geschrien und gestritten in diesem Haus“, erinnert sich Elke. Doch sie hat einen Weg gefunden, ihr Familienglück zu retten. Früher dachte sie, sie sei einfach faul. Heute weiß sie: ADHS ist der Grund für viele Schwierigkeiten.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Strategien für mehr Struktur

Um das tägliche Chaos zu bewältigen, hat die Familie klare Regeln aufgestellt. „Stillsitzen ist das Schwerste“, sagt Elke. Sie setzt auf feste Abläufe und Belohnungssysteme. Auch Gespräche mit Lehrern und Therapeuten helfen. „Man muss lernen, sich selbst und die Kinder zu akzeptieren.“

Elke Kochs Geschichte zeigt: Mit ADHS zu leben ist anstrengend, aber nicht unmöglich. Sie möchte anderen Betroffenen Mut machen und aufklären. „Früher dachte ich, ich bin einfach faul – heute weiß ich, dass ich anders ticke.“

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration