Wasserschutzpolizei stoppt betrunkene Bootsführer in MV
Betrunkene Skipper gestoppt: Polizei greift durch

Die Wasserschutzpolizei in Mecklenburg-Vorpommern hat am vergangenen Wochenende zwei Bootsführer wegen Trunkenheit aus dem Verkehr gezogen. Die Beamten reagierten auf Hinweise aus der Bevölkerung und entdeckten die alkoholisierten Skipper auf dem Querkanal in Stralsund sowie auf dem Schweriner Innensee.

Stralsund: Schlauchboot mit 2,5 Promille gestoppt

Am Samstagabend gegen 21:40 Uhr erhielt die Polizei die Mitteilung, dass ein Boot mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Querkanal in Stralsund fahre. Die Einsatzkräfte stellten daraufhin ein mit vier Personen besetztes Schlauchboot mit Außenbordmotor fest. Ein Atemalkoholtest bei dem 37-jährigen Bootsführer ergab einen Wert von etwa 2,5 Promille. Damit lag der Wert weit über der strafrechtlich relevanten Grenze von 1,1 Promille.

Schweriner Innensee: Angelboot ohne Kennzeichen unterwegs

Am Sonntag fiel den Beamten auf dem Schweriner Innensee ein kleines Sportangelboot mit einem Vier-PS-Motor auf, das ohne das vorgeschriebene Kennzeichen unterwegs war. Bei der Kontrolle des Bootsführers stellte die Polizei einen Atemalkoholwert von 1,85 Promille fest. Auch in diesem Fall wurde ein Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr eingeleitet.

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Blutproben und Strafverfahren

In beiden Fällen ordneten die Beamten Blutproben an, um die genauen Alkoholwerte zu bestimmen. Den Bootsführern wurde die Weiterfahrt untersagt. Die Wasserschutzpolizei leitete Strafverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein. Die Polizei betonte, dass auch auf Wasserstraßen klare Regeln gelten: Die 0,5-Promille-Grenze für Bootsführer sei identisch mit der Regelung im Straßenverkehr. Ab einem Wert von 1,1 Promille liege eine Straftat vor.

Appell der Polizei

Die Wasserschutzpolizei warnt eindringlich vor den Gefahren des Alkoholkonsums beim Führen von Booten. „Alkohol beeinträchtigt die Reaktionsfähigkeit und das Urteilsvermögen – das kann auf dem Wasser ebenso fatale Folgen haben wie auf der Straße“, so ein Sprecher. Die Beamten kündigten an, auch in Zukunft verstärkt Kontrollen durchzuführen, um die Sicherheit auf den Gewässern zu gewährleisten.

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