Vier Brandenburger Landkreise haben Vorwürfe zurückgewiesen, sie würden die Kosten für Fehlfahrten im Rettungsdienst in ihren Kalkulationen verstecken. Die Prignitz, das Havelland sowie zwei weitere Kreise reagierten damit auf Anschuldigungen des stellvertretenden Landrats von Märkisch-Oderland, der ihnen vorgeworfen hatte, Kosten zu verschleiern.
Hintergrund der Debatte
Der Landkreis Märkisch-Oderland hatte angekündigt, ab Ende Juni die Kosten für Fehlfahrten von Rettungswagen an die Bürger weiterzugeben. Fehlfahrten sind Einsätze, bei denen kein Patient transportiert wird oder der Einsatz nicht notwendig war. Diese Kosten sollen künftig von den Bürgern getragen werden, was zu erheblicher Kritik führte.
Der stellvertretende Landrat von Märkisch-Oderland warf daraufhin mehreren anderen Landkreisen vor, ähnliche Kosten in ihren Haushalten zu verstecken, anstatt sie transparent auszuweisen. Diese Vorwürfe wurden nun von den betroffenen Kreisen entschieden zurückgewiesen.
Reaktionen der Landkreise
Die Prignitz und das Havelland betonten, dass ihre Kalkulationen transparent seien und keine versteckten Kosten enthielten. Ein Sprecher des Havellandes erklärte: „Wir arbeiten nach klaren gesetzlichen Vorgaben und legen alle Kosten offen. Die Vorwürfe entbehren jeder Grundlage.“
Ähnlich äußerte sich die Prignitz: „Unsere Kostenstruktur ist nachvollziehbar und wird regelmäßig geprüft. Es gibt keine Verschleierung von Kosten für Fehlfahrten.“
Bedeutung für die Bürger
Die Diskussion um die Kosten für Fehlfahrten im Rettungsdienst ist für die Bürger von großer Bedeutung, da sie direkt betroffen sein könnten. Während Märkisch-Oderland plant, die Kosten weiterzugeben, halten andere Landkreise an der bisherigen Praxis fest, diese aus allgemeinen Haushaltsmitteln zu finanzieren.
Die Debatte zeigt die unterschiedlichen Ansätze der Brandenburger Landkreise im Umgang mit den steigenden Kosten im Rettungsdienst. Die betroffenen Kreise haben nun klargestellt, dass sie keine versteckten Kosten in ihren Haushalten haben.



