Airfryer sind schnell, praktisch und in vielen Küchen im Dauereinsatz. Doch in manchen Geräten enthält die Antihaftbeschichtung PFAS – Chemikalien, die seit Jahren in der Kritik stehen. Müssen sich Nutzer deshalb Sorgen machen? Wir klären auf.
Wann PFAS gefährlich werden
PFAS steht für per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen. Die Stoffgruppe kommt in vielen Alltagsprodukten vor, auch in bestimmten Antihaftbeschichtungen. Bei Airfryern betrifft das vor allem beschichtete Körbe oder Einsätze.
Solange die Beschichtung unbeschädigt ist und das Gerät nach Anleitung benutzt wird, gilt das Risiko als gering. Problematisch wird es, wenn der Korb stark zerkratzt ist oder sich die Beschichtung sichtbar löst. Dann können sich kleine Partikel ablösen.
Auch starke Überhitzung sollte vermieden werden. Kritisch sind Temperaturen weit über dem normalen Kochbereich. Deshalb sollte ein Airfryer nicht unnötig lange leer laufen.
Im Alltag gilt: keine Messer, Gabeln oder Metallzangen im Korb, nicht mit Stahlwolle reinigen und beschädigte Körbe ersetzen.
Was sagt die Forschung?
Eine Studie des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen mit mehr als 2500 Erwachsenen zeigte: Höhere PFAS-Werte im Blut standen mit ungünstigeren Blutfettwerten in Verbindung.
Das heißt nicht, dass ein einzelner Airfryer krank macht. Entscheidend ist die gesamte PFAS-Belastung aus vielen Quellen – etwa Umwelt, Lebensmitteln, Verpackungen, Textilien oder Trinkwasser.
Das größere Problem ist die Umwelt. PFAS bauen sich nur sehr langsam ab und gelangen bei Herstellung und Entsorgung in Böden und Gewässer. Dort bleiben sie jahrelang. Das betrifft nicht nur Airfryer in der Küche, sondern die globale Menge dieser Stoffe.
Fazit
Airfryer sind bei normalem Gebrauch kein unmittelbares Gesundheitsrisiko. Vorsicht ist aber angebracht, wenn die Beschichtung beschädigt ist oder das Gerät stark überhitzt. Wer auf Nummer sicher gehen will, tauscht stark zerkratzte Körbe aus und achtet beim Neukauf auf PFAS-freie Beschichtungen oder Alternativen ohne beschichteten Korb.



