Eine Vollsperrung der Bahnlinie von Berlin nach Frankfurt (Oder) ist nach wie vor nicht vom Tisch. Dies erklärte Silvio Künkel, Leiter Konzeption Bautakte und Integrierte Bündelung der DB Infra Go, während einer Sitzung des Verkehrsausschusses des Potsdamer Landtags. Die für 2029 geplanten Baumaßnahmen auf der wichtigen Ost-West-Achse erfordern nach seinen Worten an bestimmten Stellen eine vollständige Sperrung der Strecke.
Beratungen bis August
Bis voraussichtlich August sollen die konkreten Ausgestaltungen der Bauarbeiten beraten werden. Künkel betonte, dass man die Situation für Pendler und Anwohner so verträglich wie möglich gestalten wolle, jedoch sei eine Vollsperrung in einigen Abschnitten unvermeidbar. Der Verkehrsausschuss zeigte sich besorgt über die möglichen Auswirkungen auf den Berufsverkehr und den öffentlichen Nahverkehr in der Region.
Hintergrund der Baumaßnahmen
Die Strecke Berlin–Frankfurt (Oder) ist eine zentrale Verbindung für Pendler und den Güterverkehr. Die geplanten Modernisierungen umfassen Gleiserneuerungen, Brückensanierungen und die Anpassung der Signaltechnik. Ziel ist es, die Strecke zukunftsfähig zu machen und die Zuverlässigkeit zu erhöhen. Die DB Infra Go prüft derzeit verschiedene Bauverfahren, um die Dauer der Sperrungen zu minimieren.
Die endgültige Entscheidung über das Ausmaß der Sperrungen wird für August erwartet. Pendler und Anwohner müssen sich jedoch auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Alternativrouten und Ersatzverkehre sollen rechtzeitig kommuniziert werden.



