Mit Baby-Power zum Comeback: Batmaz ist Preußens Sturm-Hoffnung
Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga hat Preußen Münster für Abwehr und Mittelfeld mit Lucas Zeller (26, aus Schweinfurt), Mika Stuhlmacher (23, aus Meppen) und Ryan Johansson (25, vom SV Wehen Wiesbaden) vielversprechende Neuzugänge verpflichtet. Im Angriff hingegen herrscht Flaute: Etienne Amenyido (28, zu Ujpest Budapest), Lars Lokotsch (30, Ziel unbekannt), Charalambos „Babis“ Makridis (28, Ziel unbekannt) sowie die auslaufenden Leihen von Imad Rondic (27, zurück zu Köln) und Shin Yamada (25, zu Celtic Glasgow) sind Abgänge. Umso wichtiger, dass ein Ex-Knipser bald wieder auf die Füße kommt.
Der zweite Kreuzbandriss
Exakt 224 Tage ist es her, dass sich der flinke Torjäger beim 2:1-Heimsieg gegen Holstein Kiel den zweiten Kreuzbandriss seiner Karriere zuzog. Ein herber Rückschlag für den Deutsch-Türken – aber nicht der K.o. Batmaz (Marktwert: 450.000 Euro) hat sich kurz geschüttelt und sofort den Kampf um seine Rückkehr aufgenommen. Sein großes Ziel: zum Start in die neue Drittliga-Saison möglichst nah am Kader zu sein und für Neu-Trainer Thomas Wörle (44) eine echte Offensiv-Alternative zu werden.
Dafür ackert er täglich mehrere Stunden in der Reha mit Fitnesscoach Alexander Beilenhoff (40), zusammen mit seinen „Leidensgenossen“ Simon Scherder (33) und Antonio Tikvic (22), die ebenfalls Kreuzbandrisse erlitten. Selbst in der Sommerpause, während die meisten Kollegen Urlaub machen, entfällt die Ruhephase. Batmaz: „Für mich ist kein Urlaub angesagt. Ich trainiere durch und verbringe die wenige Freizeit mit meiner Familie hier in Münster.“
Familienzuwachs als Motivation
Noch schöner und wichtiger: Seine Frau Lara erwartet nach einem Söhnchen (wird bald 2 Jahre) demnächst zum zweiten Mal Nachwuchs. Der stolze Papa: „Die bevorstehende Geburt ist eine zusätzliche Motivation, so schnell wie möglich fit zu werden.“ Sein Vertrag bei den Preußen läuft im Juni 2027 aus. Daher will und muss „Batman“ die kommende Saison nutzen, um sich für einen neuen Vertrag zu empfehlen. Batmaz: „Ich trage eine große Verantwortung und habe eine Familie zu versorgen, für die ich alles geben werde.“
Seine Frau Lara, die er liebevoll „meine Königin“ nennt, unterstützt ihn voll und ganz. Malik emotional: „Wir sind ein richtig starkes Team. Lara ist immer für mich da und richtet mich auf, wenn ich mal einen Durchhänger habe. Ohne sie wäre alles viel schwieriger.“
Verpasste Saison und neue Chance
Ärgerlich bleibt, dass er aufgrund der Kreuzband-OP und ihrer Folgen die Zeit der „Adlerträger“ im Fußball-Unterhaus fast vollständig verpasst hat. Aber vielleicht dreht Batmaz dafür in der 3. Liga wieder groß auf – so wie in der Saison 2023/2024, als er mit 17 Toren zum Aufstieg beitrug.
DFB-Pokal: Doppelspieltag im Preußenstadion
Das Preußenstadion wird in der 1. Runde des DFB-Pokals (21. bis 24.8.) gleich zweimal Austragungsort sein. Nicht nur Münster selbst hat Heimrecht gegen den Karlsruher SC, sondern auch Regionalliga-Aufsteiger Westfalia Rhynern zieht gegen Dynamo Dresden an die Hammer Straße um. Die genauen Spieltermine stehen noch nicht fest. Markus Sass (43), Finanz- und Stadiongeschäftsführer: „Wir freuen uns sehr, einen Verein aus der Nachbarschaft zu unterstützen, indem wir ihm das Stadion zur Verfügung stellen.“ Die Fans von Dynamo werden den Gästebereich auf der Heimathafen-Immo-Tribüne nutzen.



