Danger Dan und Igor Levit: Antifa-Song in Berlin aufgeführt
Danger Dan und Igor Levit: Antifa-Song in Berlin

Der Musiker Danger Dan und der Pianist Igor Levit haben am 22. Juli 2026 in einem Berliner Theater den Antifa-Song „Keine Angst“ aufgeführt. Die Aufführung fand statt, nachdem das ZDF zuvor eine geplante Darbietung des Songs in einer Sendung untersagt hatte. Der Songtext enthält unter anderem die Zeile: „Wie gehen wir um mit den ganzen Faschisten und Faschistinnen?“

Hintergrund des Verbots

Das ZDF hatte die Aufführung des Songs in einer eigenen Produktion nicht zugelassen. Gründe für das Verbot wurden nicht offiziell genannt, es wird jedoch vermutet, dass der Sender politische Neutralität wahren wollte. Danger Dan und Igor Levit entschieden sich daraufhin, den Song in einem Berliner Theater live vor Publikum zu spielen. Die Veranstaltung wurde parallel im Internet übertragen.

Reaktionen im YouTube-Chat

Während die Aufführung selbst ohne nennenswerten Widerspruch verlief, zeigte sich im begleitenden YouTube-Chat ein anderes Bild. Dort äußerten zahlreiche Zuschauer Kritik an dem Song und seiner politischen Botschaft. Einige Kommentare stellten die Frage, ob es sinnvoll sei, „alle Nachbarn zu verprügeln, bis sie wieder richtig wählen“ – eine Anspielung auf die provokante Sprache des Liedes.

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Künstlerische und politische Einordnung

Danger Dan, bürgerlich Daniel Pongratz, ist bekannt für seine politisch linken Texte. Der Song „Keine Angst“ richtet sich gegen Rechtsextremismus und ruft zu zivilem Ungehorsam auf. Igor Levit, einer der renommiertesten Pianisten Deutschlands, unterstützt regelmäßig politische Anliegen. Die gemeinsame Aufführung in Berlin war ein bewusster Akt der Solidarität mit der Antifa-Bewegung.

Die Veranstaltung fand im ausverkauften Theater statt. Laut Veranstalter wurden rund 500 Karten verkauft. Die Einnahmen sollen an antifaschistische Initiativen gespendet werden.

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