Dank Spenden: Noa (3) kann nach OP auf eigenen Füßen stehen
Dank Spenden: Noa (3) kann nach OP auf eigenen Füßen stehen

Der dreijährige Noa aus Kroatien hat dank der Unterstützung der Hilfsorganisation „Ein Herz für Kinder“ zwei schwierige Operationen in der Berliner Charité überstanden. Nach der jüngsten Rücken-OP kann der Junge zum ersten Mal in seinem Leben seine Beine gerade durchstrecken, ohne Schmerzen zu empfinden. Die Familie hatte zuvor in ihrer Heimat keine Chance auf eine Behandlung erhalten.

Schicksalhafte Diagnose im Mutterleib

Bereits im sechsten Schwangerschaftsmonat erfuhren Tina (36) und Roko Celan (40), dass ihr ungeborenes Kind an Spina bifida leidet – einem offenen Rücken. Mutter Tina erinnert sich unter Tränen an den Schock: „Ich wusste anfangs nicht einmal, was das ist: Spina bifida. Beim Googeln dann der Schock: Da standen nur schreckliche Folgen und Risiken: Lähmung, Tod. Ich war verzweifelt.“ In Kroatien konnte niemand dem Jungen helfen; die Krankenversicherung übernahm die Kosten für eine Operation nicht. Ärzte rieten zur Abtreibung, doch die Eltern lehnten dies entschieden ab: „Wir hatten schon einen Namen und wir wussten: Abtreibung kommt niemals infrage. Noa wird geboren!“

Lebensgefährliche Operation im Mutterleib

Eine spanische Ärztin in Barcelona erklärte sich bereit, Noa noch im Mutterleib zu operieren. Der Eingriff war für Mutter und Kind lebensgefährlich: Tinas Lunge kollabierte, sie entkam nur knapp dem Tod. Nach der Geburt litt Noa zusätzlich an Hydrozephalus, einem Wasserkopf. Ein Shunt im Kopf – ein Ventil zur Ableitung überschüssiger Flüssigkeit – rettete ihm das Leben.

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Hilfe durch „Ein Herz für Kinder“

Ein BILD-Reporter erfuhr während seines Urlaubs in Kroatien von Noas Schicksal und beschloss, mit Unterstützung von „Ein Herz für Kinder“ zu helfen. Die Organisation finanzierte zunächst neue Beinschienen. Im Februar 2026 erfolgte eine erste OP an der Berliner Charité: Prof. Ulrich-Wilhelm Thomale, Kinder-Neurochirurg, erneuerte den alten Shunt, der zu viel Hirnflüssigkeit abfließen ließ. Seitdem ging es Noa deutlich besser, doch seine Beine blieben schwach und verkrümmt – eine Folge des Narbengewebes von der ersten OP im Mutterleib.

Dreistündige Rücken-OP mit höchster Präzision

Ende Mai 2026 stand eine weitere Operation an: Prof. Thomale entfernte das Narbengewebe vollständig und legte alle Nervenbahnen frei. Das Team operierte rund drei Stunden lang mit Mikroskop und feinsten Nadeln. Eine Neurologin überwachte jeden Schnitt und testete permanent die Funktion von Nerven und Beinmuskulatur. Nach drei Stunden die erlösende Nachricht: „Noa hat die OP wunderbar überstanden. Alles Narbengewebe ist entfernt. Irgendwelche Schäden am Rückenmark? Nein, keine Schäden“, berichtete Thomale. Die Eltern fielen sich vor Freude in die Arme.

Schnelle Genesung und neue Hoffnung

Bereits nach fünf Tagen konnte Noa die Charité verlassen und nach Hause zurückkehren. Die Narbe verheilte perfekt. „Er hat jetzt alle Chancen, sich normal zu entwickeln“, sagte Prof. Thomale. Vater Roko zeigte sich überglücklich: „Wir sind so unendlich dankbar, dass es Noa endlich gut geht. Ohne ,Ein Herz für Kinder‘ hätten wir das nie geschafft.“ Der größte Wunsch der Mutter Tina: „Dass unser Kind so schnell wie möglich so aufwachsen kann, wie es für andere Kinder selbstverständlich ist. Eines Tages hoffentlich auch ohne Beinschienen, ganz allein, auf seinen eigenen Füßen.“

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