Vier Brüder sind im Prozess um eine Messerattacke auf einen Volkshochschullehrer in Wedel zu Haftstrafen zwischen vier und siebeneinhalb Jahren verurteilt worden. Das Landgericht Itzehoe wertete die Tat als gemeinschaftlich versuchten Mord und sprach die jungen Männer zudem der gefährlichen Körperverletzung schuldig. Die Urteile ergingen nach 45 Verhandlungstagen und folgten weitgehend den Anträgen der Staatsanwaltschaft.
Hintergrund der Tat
Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Brüder den Lehrer vor gut zwei Jahren auf einem Parkplatz der VHS Wedel angriffen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft handelten die Brüder aus Rache, weil der Lehrer eine außereheliche Beziehung mit ihrer Mutter geführt haben soll. Die jungen Männer sollen von hinten mit einem Messer auf ihr Opfer eingestochen haben. Der Lehrer erlitt dabei lebensgefährliche Verletzungen, überlebte jedoch.
Alter und Strafmaß der Angeklagten
Die vier syrischen Brüder waren zur Tatzeit 17, 19 und zwei von ihnen 21 Jahre alt. Das Gericht verurteilte die beiden zur Tatzeit erwachsenen Angeklagten zu Freiheitsstrafen von jeweils siebeneinhalb Jahren. Der Heranwachsende erhielt eine Jugendstrafe von sechs Jahren, der Jugendliche eine Jugendstrafe von vier Jahren.
Begründung des Gerichts
Die Kammer sah das Mordmerkmal der Heimtücke als erfüllt an, wie eine Sprecherin des Landgerichts Itzehoe mitteilte. Die Brüder hätten den Lehrer arg- und wehrlos von hinten angegriffen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.



