Der US-amerikanische Volleyball-Nationalspieler Erik Shoji wechselt zu den BR Volleys nach Berlin. Nach seinem Coming-out im vergangenen Jahr sieht er in der Hauptstadt den idealen Ort für sein Leben als offen queerer Sportler. In einem Gastbeitrag für den Tagesspiegel schildert er seine Beweggründe und die Reaktionen aus seinem Umfeld.
Überraschendes Angebot und sofortige Zusage
„Als Kaweh Niroomand mich vor einigen Monaten anrief und mir anbot, in Berlin zu spielen, war das eine echte Überraschung. Ich hatte damit nicht gerechnet“, schreibt Shoji. Dennoch zögerte er nicht lange: „Aber natürlich sagte ich zu: Der Verein, die Liga und die Stadt überzeugten mich.“
Für den 33-jährigen Libero ist Berlin eine „offene, vielfältige Stadt“, in der er „zu einhundert Prozent so sein“ könne, „wie ich wirklich bin – sowohl auf dem Feld als auch darüber hinaus“. Diese Authentizität sei ihm besonders wichtig.
Positive Reaktionen nach dem Coming-out
Shoji hatte sich im vergangenen Jahr öffentlich geoutet. Die Reaktionen seiner Trainer und Teamkollegen seien durchweg positiv gewesen. „Ich habe nur Unterstützung erfahren“, betont er. Dies habe ihm geholfen, sich voll und ganz auf seinen Sport zu konzentrieren.
Der Wechsel zu den BR Volleys ist für ihn ein weiterer Schritt in ein selbstbestimmtes Leben. In Berlin erhofft er sich nicht nur sportliche Erfolge, sondern auch eine Umgebung, die seine Identität respektiert und fördert.
Sportliche Perspektive und Vorfreude auf die Hauptstadt
Shoji, der mit der US-Nationalmannschaft unter anderem Olympiaerfahrung sammelte, sieht in den BR Volleys einen ambitionierten Club. „Die Bundesliga ist stark, und Berlin ist ein Top-Standort“, erklärt er. Die Vorfreude auf die neue Herausforderung sei groß.
Mit seinem Wechsel sendet Shoji ein starkes Signal für Diversität im Profisport. Er hofft, dass andere Sportler ebenfalls den Mut finden, zu sich selbst zu stehen. „Berlin gibt mir die Freiheit, die ich brauche“, so der Volleyballer abschließend.



