Eriksen beginnt Reha in Dänemark – Zukunft bei Wolfsburg offen
Eriksen beginnt Reha in Dänemark – Zukunft offen

Die sportliche Zukunft von Wolfsburg-Star Christian Eriksen bleibt weiter offen. Der 34-jährige Däne war am 7. Juni beim Länderspiel gegen die Ukraine erneut zusammengebrochen. Nun hat der VfL Wolfsburg offiziell mitgeteilt, dass Eriksen in Kürze ein individuelles Rehaprogramm beginnen wird – und zwar in seiner Heimat Dänemark.

Individuelles Rehaprogramm in Dänemark

In einer Mitteilung des Vereins heißt es: „Christian Eriksen wird in Kürze mit einem individuellen Rehaprogramm beginnen. Nach einem Gespräch mit VfL-Geschäftsführer Dieter Hecking wurde entschieden, dass der 34-Jährige dies in seiner Heimat Dänemark absolvieren wird.“ Der VfL stehe in regelmäßigem Austausch mit Eriksen sowie den behandelnden Ärzten. „Für den Rehabilitationsverlauf wünschen wir Christian weiterhin alles Gute“, so die Wolfsburger weiter.

Wann und ob Eriksen nach der Reha nach Wolfsburg zurückkehren wird, ist bislang nicht bekannt. Der Mittelfeldspieler war erst im September 2025 zu den Niedersachsen gewechselt und besitzt einen Vertrag bis 2027.

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Der Zusammenbruch in Odense

Das Ereignis, das die erneute Sorge um Eriksen auslöste, ereignete sich bei einem Freundschaftsspiel Dänemarks gegen die Ukraine in Odense. In der 65. Minute griff sich Eriksen an die Brust und sank zu Boden. Mitspieler und Betreuer reagierten sofort, bildeten einen Sichtschutz, während medizinische Kräfte auf das Feld eilten. Die Live-Bilder aus dem Stadion wurden eingestellt, der Schiedsrichter brach das Spiel beim Stand von 2:1 für Dänemark ab.

Erst ein erstes Aufatmen: Eriksen verließ auf eigenen Wunsch und unter Applaus sowie Sprechchören der Fans eigenständig das Feld und begab sich in den Krankenwagen. Seine Ehefrau Sabrina Kvist Jensen begleitete ihn ins Krankenhaus. Das dänische Team, das sich nicht für die WM 2026 qualifiziert hatte, stand nach dem Vorfall sichtlich unter Schock. Das Krankenhaus konnte Eriksen jedoch zügig wieder entlassen.

Erinnerungen an den Herzstillstand von 2021

Die Szene weckte schlimme Erinnerungen bei allen Fans: Am 12. Juni 2021 erlitt Eriksen während des EM-Auftaktspiels Dänemarks gegen Finnland in Kopenhagen einen Herzstillstand. Der Mittelfeldspieler brach kurz vor der Halbzeit auf dem Spielfeld zusammen und musste über mehrere Minuten medizinisch versorgt und reanimiert werden. Anschließend wurde er zur weiteren Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Seitdem spielt Eriksen mit einem implantierten Defibrillator.

Dänemarks Teamarzt Morten Boesen vermutete, dass Eriksens Defibrillator beim Spiel gegen die Ukraine einen Impuls abgegeben habe. Die genaue Ursache des erneuten Zusammenbruchs wird noch untersucht. Fest steht: Die Reha in Dänemark ist der nächste Schritt auf Eriksens Weg zurück – wohin dieser führt, bleibt abzuwarten.

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