Nach WM-Aus: Jorge Jesus wird neuer Portugal-Trainer
Jorge Jesus wird neuer Portugal-Trainer

Nach dem überraschenden Aus im WM-Achtelfinale gegen Spanien (0:1) hat der portugiesische Fußballverband FPF offenbar einen Nachfolger für den zurückgetretenen Roberto Martínez gefunden. Medienberichten zufolge wird Jorge Jesus neuer Trainer der „Seleção“. Der 71-jährige Portugiese soll sich mit dem Verband bei einem Treffen am Donnerstag in Lissabon auf eine Zusammenarbeit geeinigt haben, wie das Fachblatt „Record“ und weitere portugiesische Medien übereinstimmend berichten.

Vertrag bis 2030 – auch für die Heim-WM

Jorge Jesus tritt die Nachfolge von Roberto Martínez an, der nach dem 0:1 gegen Spanien seinen Rücktritt erklärt hatte. Martínez war dreieinhalb Jahre im Amt und hatte mit Portugal 2025 die UEFA Nations League gewonnen. Der neue Trainer soll bereits einen Vertrag bis 2030 unterzeichnet haben. Damit wäre Jesus – sofern nichts dazwischenkommt – auch für die WM 2030 zuständig, die Portugal gemeinsam mit Spanien und Marokko sowie mit je einem Spiel in Uruguay, Argentinien und Paraguay ausrichtet. Die offizielle Vorstellung des neuen Nationaltrainers ist für Freitag geplant.

Erfolge bei Benfica, Flamengo und Al-Nassr

Jesus zählt zu den erfolgreichsten portugiesischen Trainern der vergangenen Jahrzehnte. Seine größten Erfolge feierte er mit Benfica Lissabon, das er unter anderem zu drei Meistertiteln (2010, 2014, 2015) führte. Mit dem Stadtrivalen Sporting gewann er 2018 den portugiesischen Ligapokal. International machte er vor allem bei Flamengo Rio de Janeiro auf sich aufmerksam, wo er 2019 und 2020 die brasilianische Meisterschaft und die Copa Libertadores gewann. Auch in Saudi-Arabien war Jesus erfolgreich: Mit Al-Hilal holte er zwischen 2018 und 2024 insgesamt fünf Trophäen, bevor er zu Al-Nassr wechselte und dort die Meisterschaft gewann – den Klub von Superstar Cristiano Ronaldo.

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Ronaldo-Zukunft weiter offen

Ob Ronaldo seine Karriere in der portugiesischen Nationalmannschaft fortsetzt, ist nach dem WM-Aus weiter ungewiss. Auf die Frage, ob dies seine letzte WM gewesen sei, antwortete der 41-Jährige nach der Niederlage: „Wahrscheinlich ja.“ Jesus trainierte Ronaldo zuletzt bei Al-Nassr in Saudi-Arabien, was die Spekulationen über einen möglichen Verbleib des Superstars im Nationalteam neu entfacht. Der Verband hofft offenbar auf eine Fortsetzung der Zusammenarbeit.

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