Fifa sperrt Quansah für zwei WM-Spiele
Schock für Thomas Tuchel (52)! Englands Star-Verteidiger Jarell Quansah (23) wurde von der Fifa für zwei WM-Spiele gesperrt. Damit fällt der Leverkusener nicht nur für den Viertelfinal-Kracher am Samstag in Miami gegen Norwegen (23 Uhr) aus, sondern auch für ein mögliches Halbfinale. Quansah hatte bei Englands Achtelfinal-Sieg gegen Mexiko (3:2) nach VAR-Check Rot gesehen.
FA prüft Berufung – Sperre bleibt bestehen
Der englische Fußballverband FA hatte angekündigt, bei der Fifa Einspruch einzulegen, um die Strafe auszusetzen. In einer kurzen Erklärung eines Sprechers der englischen Nationalmannschaft hieß es am Montag: „Wir prüfen derzeit unsere Optionen hinsichtlich einer möglichen Berufung nach der Roten Karte für Jarell Quansah gestern Abend in Mexiko-Stadt.“ Doch nun steht fest: Die Quansah-Sperre bleibt bestehen. Sein Foul gegen Mexikos Verteidiger Jesús Gallardo wurde als so schwerwiegend eingestuft, dass sogar noch ein weiteres Spiel hinzugekommen ist.
Hintergrund: Trumps Einfluss auf Fifa-Entscheidung
Hintergrund: Die Fifa hatte zuvor die Rot-Sperre von US-Torjäger Folarin Balogun (25) nach einem Anruf von US-Präsident Donald Trump bei Fifa-Präsident Gianni Infantino aufgehoben. Dieser Schritt sorgte für Kontroversen, da die Entscheidung zugunsten der USA als politisch motiviert kritisiert wurde. Im Fall Quansah blieb die Fifa jedoch hart.
Tuchel muss Defensive umbauen
Für England-Coach Tuchel ist die Sperre ein herber Rückschlag. Er muss jetzt in der Defensive umplanen. Quansah war in der bisherigen WM eine wichtige Stütze in der Innenverteidigung. Ohne ihn muss Tuchel auf Alternativen wie John Stones oder Harry Maguire zurückgreifen, die jedoch nicht die gleiche Form wie Quansah zeigen. Das Viertelfinale gegen Norwegen wird zur Bewährungsprobe für die englische Abwehr.



