Die EU-Kommission hat die Übernahme des Pay-TV-Senders Sky durch den RTL-Konzern genehmigt. Wie die Kommission am Mittwoch mitteilte, wurde die Integration des deutschsprachigen Sky-Angebots vorbehaltlos genehmigt, da der Zusammenschluss keine wettbewerbsrechtlichen Bedenken aufwerfe.
RTL hatte den Kauf im Juni 2024 angekündigt. Der US-Konzern Comcast, Muttergesellschaft von Sky, erhält einen Festbetrag von 150 Millionen Euro. Hinzu kommt ein variabler Anteil von bis zu 377 Millionen Euro, abhängig von der Entwicklung des RTL-Aktienkurses in den nächsten fünf Jahren.
Die EU-Wettbewerbskommissarin Teresa Ribera erklärte, die europäischen audiovisuellen Märkte befänden sich in einem tiefgreifenden Wandel. Durch die Bündelung ihrer Kompetenzen seien RTL und Sky DACH besser gerüstet, um auf dem sich rasch wandelnden Markt zu bestehen. Die Transaktion ermögliche es etablierten europäischen Medienkonzernen, ihre Position in einer Zeit zu festigen, in der die Branche zunehmendem Druck durch globale Streaming-Plattformen ausgesetzt sei.
Die Marken Sky und WOW sollen auch nach dem Kauf erhalten bleiben, ebenso der Sky-Standort in München. RTL-Deutschland-CEO Stephan Schmitter hatte im Sommer ein vergrößertes Sportangebot im Free-TV in Aussicht gestellt. Die Übernahme ist die größte in der Geschichte von RTL Deutschland.
Durch das Zusammengehen von RTL Deutschland und Sky Deutschland mit seinem Streamingdienst WOW entsteht ein Angebot für Unterhaltung, Sport und Informationen in den Bereichen Streaming, Free-TV und Pay-TV mit rund 11,5 Millionen zahlenden Abonnenten. Sky hält in Deutschland, Österreich, der Schweiz und Luxemburg unter anderem Rechte zur Übertragung der Bundesliga, der Premier League, der Formel 1 und von Tennis.



