Das geplante Freibad der Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz in Berlin-Mitte kommt mit erheblichen Kosten daher: Allein für Rettungsschwimmer sind 30.000 Euro veranschlagt. Der neue Intendant Matthias Lilienthal verspricht ein Freibad für alle, doch die Realität zeigt, dass Sicherheitspersonal, Pommes und weitere Angebote nicht umsonst zu haben sind.
Die Kosten im Detail
Laut Informationen von Leonhard Rosenauer, verantwortlicher Redakteur Digital, belaufen sich die Gesamtkosten für das temporäre Freibad auf mehrere zehntausend Euro. Neben den 30.000 Euro für Rettungsschwimmer müssen auch Sicherheitsleute bezahlt werden. Zudem fallen Ausgaben für die Verpflegung an, etwa für Pommes und Getränke. Die genaue Summe für das gesamte Projekt wurde nicht genannt, aber die Posten zeigen, dass ein kostenfreies Bad nicht realisierbar ist.
Ein Freibad für alle?
Intendant Lilienthal hatte angekündigt, das Freibad solle ein Ort der Begegnung und Erholung für alle Berliner sein. Die Kunstaktion vor der Volksbühne soll den öffentlichen Raum neu beleben. „Wir wollen einen Ort schaffen, der für alle zugänglich ist“, so Lilienthal gegenüber der Presse. Doch die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen und die Infrastruktur erfordern finanzielle Mittel, die durch Eintrittsgelder oder Sponsoren gedeckt werden müssen.
Kritik und Zustimmung
Die Pläne stoßen auf gemischte Reaktionen. Während einige Anwohner die Idee begrüßen, kritisieren andere die hohen Kosten. Ein Sprecher des Bezirks Mitte betonte, dass die Sicherheit der Badegäste oberste Priorität habe. „Die 30.000 Euro für Rettungsschwimmer sind notwendig, um Unfälle zu vermeiden“, erklärte er. Die Volksbühne selbst sieht das Projekt als kulturellen Beitrag, der über reine Badevergnügen hinausgeht.
Umsetzung und Zeitplan
Das Freibad soll im Sommer 2026 eröffnet werden. Der Aufbau beginnt voraussichtlich im Juni. Geplant ist ein Becken mit einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern. Neben dem Schwimmbereich sollen Liegewiesen und ein kleiner Kiosk entstehen. Die genauen Öffnungszeiten und Eintrittspreise werden noch festgelegt. Lilienthal hofft, dass das Projekt auch nach dem Sommer weitergeführt werden kann, eventuell in einer anderen Form.



