Die Deutsche Bahn hat angekündigt, Pommes frites aus dem Sortiment ihrer Bordbistros zu streichen. Nach dem bereits erfolgten Aus für frisch gezapftes Bier folgt nun der nächste kulinarische Schritt. In einem Kommentar von Michail Hengstenberg wird dieser Schritt als längst überfällig bezeichnet. Statt eines Skandals handle es sich um eine notwendige Bereinigung des Angebots.
Weg mit Fett und Bier – hin zu besserer Qualität?
Die Deutsche Bahn hatte zuvor bereits das fassfrische Bier aus den Bordbistros verbannt. Nun folgt die Streichung der Pommes. Kritiker sehen darin einen Angriff auf die kulinarischen Vorlieben der Fahrgäste. Hengstenberg hingegen argumentiert, dass die wichtigste Zutat der Pommes – Fett – nicht in ein zeitgemäßes Bordrestaurant gehört. Die Bahn reagiere damit auf veränderte Ernährungsgewohnheiten und biete Platz für hochwertigere Speisen.
Ein Kommentar, der polarisiert
Der SPIEGEL-Artikel, der hinter einer Paywall steht, sorgt bereits für Diskussionen. Während einige Leser die Maßnahme begrüßen, beklagen andere den Verlust einer beliebten Reisebegleitung. Hengstenberg hält dagegen: „Ohne Rücksicht auf die kulinarischen Vorlieben ihrer Gäste mistet die Deutsche Bahn ihr Angebot aus. Ein Skandal? Im Gegenteil.“ Er sieht die Entscheidung als Chance, das Bordbistro zukunftsfähig zu machen.
Zahlen und Fakten zum Bordbistro-Umbau
Die genauen Umsatzzahlen der Bordbistros sind nicht öffentlich, doch Schätzungen zufolge machen Pommes und Bier einen erheblichen Anteil am Verkauf aus. Die Bahn plant offenbar, stattdessen auf regionale und saisonale Produkte zu setzen. Ein Sprecher der Deutschen Bahn wird im Artikel nicht zitiert, aber Hengstenberg betont, dass die Maßnahme Teil einer umfassenden Modernisierung sei. Bereits im vergangenen Jahr hatte die Bahn ihr Bordrestaurant-Konzept überarbeitet und setzt nun verstärkt auf Kooperationen mit lokalen Anbietern.
Reaktionen der Fahrgäste
In sozialen Netzwerken äußern sich Fahrgäste unterschiedlich. Ein Nutzer schrieb: „Erst das Bier, jetzt die Pommes – bald gibt es nur noch trockene Brötchen.“ Ein anderer kommentierte: „Endlich! Die fettigen Pommes waren ohnehin ungesund und haben die Sitze verschmiert.“ Hengstenberg sieht die Debatte gelassen: „Die Bahn muss nicht jeden Wunsch erfüllen. Ein Bordbistro ist kein Fast-Food-Laden.“
Ausblick: Was kommt als Nächstes?
Die Bahn hat noch nicht bekannt gegeben, welche Produkte die Pommes ersetzen werden. Spekuliert wird über Salate, Wraps oder vegane Optionen. Fest steht: Die Bahn will ihr Image als modernes Verkehrsunternehmen stärken. Ob der Verzicht auf Klassiker wie Pommes und Bier dabei hilft, wird sich zeigen. Hengstenberg ist optimistisch: „Manchmal muss man Altes loslassen, um Platz für Neues zu schaffen.“



