In Reinickendorf sorgt ein aggressiver Fuchs für Aufsehen. Nach mehreren Vorfällen, bei denen der Fuchs Hunde attackiert hat, tragen die Vierbeiner nun Schutzkleidung. Die Bezirksverwaltung und Anwohner sind alarmiert.
Hintergrund der Angriffe
Seit einigen Wochen kommt es im Ortsteil Reinickendorf vermehrt zu Konfrontationen zwischen einem Fuchs und Hunden. Der Fuchs zeigt dabei ein ungewöhnlich aggressives Verhalten. „Wir haben in den letzten Wochen mehrere Meldungen von Hundehaltern erhalten, deren Tiere von einem Fuchs angegriffen wurden“, berichtet eine Sprecherin des Bezirksamts Reinickendorf. Die Angriffe ereigneten sich vor allem in den frühen Morgen- und Abendstunden, wenn die Hunde Gassi geführt werden.
Schutzmaßnahmen der Hundehalter
Als Reaktion auf die Vorfälle haben viele Hundehalter begonnen, ihre Tiere mit speziellen Schutzwesten auszustatten. Diese Westen sind mit Kevlar oder ähnlichen Materialien verstärkt und sollen die Hunde vor Bissen schützen. „Ich habe meinem Hund eine solche Weste gekauft, nachdem er letzte Woche von dem Fuchs angegriffen wurde. Es war ein schreckliches Erlebnis“, erzählt Anwohnerin Petra M. Die Schutzwesten sind mittlerweile in mehreren Tierbedarfsgeschäften der Umgebung ausverkauft. Laut einem Händler sei die Nachfrage in den letzten Tagen sprunghaft angestiegen.
Maßnahmen des Bezirksamts
Das Bezirksamt Reinickendorf hat die Bevölkerung über die Vorfälle informiert und bittet um Vorsicht. „Wir raten Hundehaltern, ihre Tiere in den betroffenen Gebieten an der Leine zu führen und wachsam zu sein“, so die Sprecherin weiter. Zudem wurde ein Jäger beauftragt, den Fuchs zu beobachten und gegebenenfalls zu entnehmen. Bisher konnte das Tier jedoch nicht gefasst werden. Der Fuchs sei sehr scheu und meide Menschen, wenn diese ihn nicht direkt bedrohen.
Reaktionen aus der Nachbarschaft
Die Vorfälle haben in der Nachbarschaft für Unruhe gesorgt. Viele Anwohner fühlen sich unsicher, insbesondere diejenigen, die selbst Hunde besitzen. „Man hat Angst, seinen Hund morgens um sechs Uhr auszuführen. Man weiß nie, ob der Fuchs in der Nähe ist“, sagt ein weiterer Anwohner. Andere wiederum zeigen Verständnis für das Tier und fordern, den Fuchs nicht zu töten, sondern in eine Auffangstation zu bringen. Die Diskussion über den richtigen Umgang mit dem aggressiven Fuchs ist in vollem Gange.
Hintergrund: Füchse in Berlin
Füchse sind in Berlin keine Seltenheit. Sie haben sich in vielen Bezirken angesiedelt und sind oft nachtaktiv. Normalerweise meiden sie den Kontakt zu Menschen und Hunden. Aggressives Verhalten kann verschiedene Ursachen haben, wie Tollwut, Nahrungsmangel oder eine Verletzung. Das Bezirksamt prüft derzeit, ob der Fuchs möglicherweise krank ist. Bislang gab es keine Hinweise auf Tollwut, aber die Untersuchungen laufen noch.
Bis der Fuchs gefangen ist, werden Hundehalter in Reinickendorf wohl weiter auf Schutzkleidung setzen. Die Hoffnung ist, dass der Fuchs bald gefasst und die Gefahr gebannt werden kann.



