Mallorca: Palma erweitert rauchfreie Strände – vor landesweitem Verbot
Palma erweitert rauchfreie Strände auf Mallorca

Die Stadt Palma auf Mallorca hat ihr Netz rauchfreier Strände deutlich erweitert. Sechs weitere Strände – Ciutat Jardí, Portitxolet, Cala Major, Cala Nova und Es Carnatge – wurden zu rauchfreien Zonen erklärt. Bereits seit 2023 waren die Strände Cala Estància und Molinar rauchfrei. Die Ausweitung erfolgt im Rahmen des Projekts „Rauchfreie Räume“, das die Stadt gemeinsam mit der Spanischen Krebshilfe umsetzt, wie die „Mallorca Zeitung“ berichtet.

Freiwillige Regelung ohne Bußgelder

Ein echtes Rauchverbot besteht an diesen Stränden nicht. Die Regelung ist eine Empfehlung; wer dort raucht, muss weder mit Bußgeldern noch mit Kontrollen durch die Ortspolizei rechnen. Stattdessen setzen die Verantwortlichen auf Aufklärung und die freiwillige Mitwirkung der Badegäste. Die Spanische Krebshilfe unterstützt die Initiative mit Hinweisschildern, Schulungen für städtische Beschäftigte sowie Informationsmaterial und Programmen zur Raucherentwöhnung. Die Stadt Palma will die Maßnahmen mit weiteren Informationskampagnen ergänzen. Die rauchfreien Strandabschnitte sind durch Schilder, QR-Codes und Flaggen gekennzeichnet.

Viele Gemeinden auf Mallorca machen mit

Palma ist mit diesem Konzept nicht allein. Zahlreiche Gemeinden auf Mallorca haben ihre Strände freiwillig als „playas sin humo“ ausgewiesen. Besonders viele dieser Abschnitte liegen in den Gemeinden Manacor, Felanitx, Pollença, Calvià und Artà. Auch die Playa de Muro gehört seit Anfang 2024 zu den rauchfreien Stränden. Die Teilnahme an dem Programm ist freiwillig; Gemeinden können ihre kommunalen Strände entsprechend kennzeichnen lassen.

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Spanien plant landesweite Verschärfung

Die Entwicklung auf Mallorca passt zu den Plänen der spanischen Regierung. Der Ministerrat hat den Entwurf für ein verschärftes Anti-Tabak-Gesetz gebilligt. Bevor die neuen Regeln gelten können, muss jedoch noch das Parlament zustimmen. Nach den Plänen der Regierung soll das Rauchen künftig unter anderem an Stränden, auf Restaurant- und Caféterrassen, in öffentlich zugänglichen Schwimmbädern, auf Sportanlagen sowie bei vielen Veranstaltungen im Freien untersagt werden. Die Regelungen sollen grundsätzlich auch für E-Zigaretten und weitere Produkte gelten, die das Rauchen nachahmen. Bis das Gesetz in Kraft tritt, bleiben die rauchfreien Strände auf Mallorca ein freiwilliges Modell.

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