Geburten, Sterbefälle und Hochzeiten in Berlin und Brandenburg 2025
Geburten, Sterbefälle und Hochzeiten in Berlin und Brandenburg 2025

Das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg hat die Zahlen für das Jahr 2025 veröffentlicht. Die Daten zeigen sinkende Geburtenraten, stabile oder steigende Sterbezahlen und eine Zunahme der Hochzeiten. In beiden Bundesländern gab es mehr Sterbefälle als Geburten.

Brandenburg: Höchster Sterbeüberschuss seit der Wiedervereinigung

Brandenburg verzeichnete 2025 mit 21.248 den höchsten Sterbeüberschuss seit der Wiedervereinigung. 35.743 Menschen starben, während nur 14.495 Kinder geboren wurden – so wenige wie zuletzt Mitte der 1990er Jahre. Die Zahl der Sterbefälle ist die höchste im Beobachtungszeitraum 2011 bis 2025.

Die Geburtenrate sank von 1,69 im Jahr 2016 auf 1,30 im Jahr 2025. Das ist der niedrigste Wert seit 2007. Ein Gegentrend zeigt sich bei ausländischen Frauen: Ihre Geburtenrate stieg auf 1,82. Alle kreisfreien Städte und Landkreise verzeichnen einen Sterbeüberschuss. Im Landkreis Elbe-Elster gab es mit 17,8 fast doppelt so viele Sterbefälle pro 1.000 Einwohner wie in Potsdam (9,7).

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Potsdam hat mit 7,3 Geburten je 1.000 Einwohner den höchsten Wert landesweit und gleichzeitig den niedrigsten Sterbeüberschuss. Die Landkreise mit dem höchsten Sterbeüberschuss (Elbe-Elster, Prignitz, Uckermark, Spree-Neiße) liegen alle am Rand Brandenburgs.

Heiratsalter in Brandenburg gestiegen

Das Heiratsalter ist seit 2011 kontinuierlich gestiegen. Im Schnitt waren Brandenburgerinnen bei ihrer Hochzeit 40,4 Jahre alt, Brandenburger 43,3. 1991 lagen die Zahlen noch bei 29,5 beziehungsweise 32,3 Jahren.

Berlin: Niedrige Geburtenziffer und sinkende Geburtenzahlen

Berlinerinnen haben statistisch 2025 nur 1,18 Kinder bekommen – deutlich weniger als der Bundesdurchschnitt von 1,31. Besonders niedrig war die Geburtenziffer deutscher Frauen mit 1,01. Die höchste Geburtenziffer verzeichnet Marzahn-Hellersdorf mit 1,67 Geburten pro Frau, ein Anstieg gegenüber 2024 (1,58).

Der Höchststand der Geburten im Zeitraum 2011 bis 2025 wurde 2016 erreicht – 41.087 Geburten. Seitdem sinken die Zahlen jedes Jahr. 2025 wurden 33.230 Kinder in Berlin geboren. Die Sterbefälle stagnieren nach einem Corona-Hoch 2022 von 39.572 und bleiben über der Zahl der Geburten.

Hochzeiten: August und September am beliebtesten

Insgesamt heirateten 2025 in Berlin 11.235 Paare. Die meisten Hochzeiten fanden in Charlottenburg-Wilmersdorf (1.766) und Tempelhof-Schöneberg (1.593) statt. August und September waren die beliebtesten Monate, gefolgt vom Mai.

Der Bezirk Mitte verzeichnet eine Geburtenziffer von 1,0, hat aber den zweitgrößten Geburtenüberschuss, da die Sterberate dort sehr niedrig ist. In Friedrichshain-Kreuzberg wurde knapp die Hälfte (47,6 Prozent) der Kinder von unverheirateten Müttern geboren.

Demografische Unterschiede zwischen den Bezirken

Steglitz-Zehlendorf hat nicht nur die niedrigste Geburtenzahl (1.993), sondern auch die niedrigste Geburtenrate (6,7 je 1.000 Einwohner) und die höchste Sterberate (13,1 Sterbefälle je 1.000 Einwohner). In Neukölln wurden 447 Ehen mit mindestens einem ausländischen Ehegatten geschlossen – 33,5 Prozent aller Ehen. Den höchsten Anteil deutsch-deutscher Ehen gab es in Treptow-Köpenick mit 83,7 Prozent.

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