Für alte Menschen kann eine Hitzewelle wie die jetzige schnell gefährlich werden – besonders dann, wenn sie nicht mehr zuverlässig spüren, dass sie zu wenig getrunken haben. In der ambulanten Pflege wird es schwierig, diese Menschen zuverlässig im Blick zu behalten.
Herausforderungen in der ambulanten Pflege bei Hitze
Berliner Pflegedienste stehen vor großen Herausforderungen, wenn es darum geht, betagte Patienten während einer Hitzewelle zu schützen. Während Pflegeheime oft über Hitzeschutzkonzepte verfügen, ist die Situation in der ambulanten Pflege deutlich schwieriger. „Man kommt in Wohnungen, in denen seit Stunden die Sonne herein knallt“, berichtet ein Pflegedienstmitarbeiter. Die räumlichen Gegebenheiten lassen sich oft nicht kurzfristig anpassen.
Risiken für Senioren bei hohen Temperaturen
Ältere Menschen haben ein vermindertes Durstgefühl und sind daher besonders anfällig für Dehydrierung und Hitzschlag. Viele Senioren leben allein und sind auf die regelmäßigen Besuche von Pflegekräften angewiesen. Doch selbst bei mehrmaligen täglichen Besuchen können die Pflegedienste nicht rund um die Uhr präsent sein. Die Aufmerksamkeit von Nachbarn und Angehörigen wird daher immer wichtiger.
Appell an Nachbarschaftshilfe
Die Berliner Pflegedienste appellieren an die Bevölkerung, in den heißen Tagen ein Auge auf ältere Mitbürger zu haben. Einfache Maßnahmen wie das Bereitstellen von Wasser oder das Herunterlassen von Jalousien können Leben retten. Auch regelmäßige Anrufe oder kurze Besuche können helfen, um den Gesundheitszustand zu überprüfen.
Die aktuellen Temperaturen von über 30 Grad Celsius machen die Situation besonders brisant. Laut Deutschem Wetterdienst wird die Hitzewelle mindestens bis zum Wochenende anhalten. Pflegedienste arbeiten am Limit, um alle Patienten zu versorgen. Doch ohne die Unterstützung der Gemeinschaft stoßen sie an ihre Grenzen.



