Intendantin der Berliner Philharmoniker hört 2028 auf – Sanierung steht an
Intendantin der Philharmoniker hört 2028 auf

Die Intendantin der Berliner Philharmoniker, Andrea Zietzschmann, wird ihren Vertrag im Sommer 2028 nicht verlängern. Das gaben das Orchester und die Berliner Senatskulturverwaltung bekannt. Die 55-Jährige steht seit der Spielzeit 2017/2018 an der Spitze der Stiftung Berliner Philharmoniker. „Nach dann elf Jahren im Amt wird es für mich 2028 an der Zeit sein, einen neuen Weg zu gehen“, erklärte Zietzschmann.

Generalsanierung der Philharmonie erfordert langfristige Begleitung

Die für 2032 geplante Generalsanierung des ikonischen Gebäudes von Architekt Hans Scharoun spielt bei ihrer Entscheidung eine zentrale Rolle. Zietzschmann betonte, dass die Sanierung „eine Intendanz erfordern wird, die gut in die Materie eingearbeitet ist und dieses anspruchsvolle Projekt langfristig begleitet“. Der von ihr gewählte Zeitpunkt für den Wechsel solle hierzu beitragen. Das Orchester benötigt voraussichtlich ab 2032 ein Zwischenquartier; Details sind noch nicht bekannt.

Kultursenator und Chefdirigent würdigen Zietzschmanns Arbeit

Berlins Kultursenator Stefan Evers (CDU) zeigte sich betroffen: „Ich habe ihren Wunsch, den Vertrag nicht zu verlängern, mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen.“ Er lobte Zietzschmanns außergewöhnliche strategische Kompetenz, mit der sie die Stiftung geprägt, die internationale Vernetzung gestärkt und die Philharmonie für neue Publikumsschichten geöffnet habe.

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Chefdirigent Kirill Petrenko würdigte die Intendantin ebenfalls: „Von Anfang an war sie unablässig bemüht, mir alle Hindernisse aus dem Weg zu räumen, damit ich mich auf die eigentliche Arbeit konzentrieren kann.“ Mit Energie, Ausdauer und steter Loyalität habe sie den Weg geebnet, der die gemeinsamen Erfolge der letzten Jahre erst ermöglicht habe. Zietzschmann führte das Orchester unter anderem durch die Herausforderungen der Pandemie.

Nachfolgesuche beginnt – Sanierung als zentrale Aufgabe

Die Suche nach einer Nachfolge wird nun eingeleitet. Die künftige Intendanz steht vor der Mammutaufgabe, die Generalsanierung der Philharmonie zu begleiten, die ab 2032 starten soll. Die Sanierung des denkmalgeschützten Konzertsaals gilt als eines der größten Kulturprojekte Berlins. Zietzschmanns Entscheidung, frühzeitig den Weg freizumachen, soll einen geordneten Übergang ermöglichen und der neuen Führung genügend Zeit geben, sich in die komplexe Materie einzuarbeiten.

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