Jan C. Wehmeyer ist seit Anfang 2024 Ressortleiter der Investigativen Recherche bei der BILD-Gruppe. In seiner Karriere hat er bedeutende Enthüllungen wie die VW-Abgas-Affäre und den RBB-Skandal aufgedeckt. Seine Arbeit basiert auf dem Zugang zu besonderen Quellen – anonyme Hinweisgeber, Anwälte, Berater, Politiker, Beamte oder Mitarbeiter – die ihm entscheidende Informationen anvertrauen.
Wandel des Journalismus durch Technologie
Wehmeyer betont, dass sich der Beruf des Investigativjournalisten im Wandel befindet. Neben dem traditionellen Austausch mit Informanten nutzt er zunehmend technische Fortschritte, insbesondere Künstliche Intelligenz (KI), um große Datenmengen journalistisch auszuwerten. Seit einigen Jahren entwickelt er Software-Lösungen, die ihm helfen, komplexe Zusammenhänge zu analysieren und Missstände aufzudecken.
Auszeichnungen und Erfolge
Für seine Recherchen zur VW-Abgas-Affäre erhielt Wehmeyer 2016 den Helmut-Schmidt-Journalistenpreis. Die Enthüllung des RBB-Skandals brachte ihm 2023 den Stern-Preis (ehemals Nannen-Preis) ein. Zuvor war er viele Jahre Chefreporter bei BILD und BILD am Sonntag und leitete von 2020 bis 2023 die Investigation bei Business Insider.
Aktuelle Enthüllungen
Wehmeyer hat kürzlich mehrere exklusive Artikel veröffentlicht: über einen neuen Trump-Plan von VW in Wolfsburg, der 27 Milliarden Euro in den USA generieren soll, über den geheimen Krisenplan von VW, der den Abbau von Management und Bonus-Kürzungen vorsieht, sowie über einen geheimen China-Plan, der deutsche VW-Jobs retten könnte. Weitere Enthüllungen betreffen einen XXL-Deal mit Bosch, die Bosse der Türken-Mafia in Deutschland und die Probleme der Deutschen Bahn mit Funklöchern und 5G.



