ZDF-Fernsehgarten: Kiewel entschuldigt sich nach „Ching Chong Chang“-Eklat
Kiewel entschuldigt sich nach rassistischem Spruch im ZDF

Andrea Kiewel (61) hat sich nach heftiger Kritik für eine umstrittene Äußerung in der ZDF-Sendung „Fernsehgarten“ entschuldigt. Der Eklat ereignete sich am Sonntag während der Ausgabe unter dem Motto „90er Dance Party“, als es um Pokémon-Karten ging. Zwei Sammlerinnen präsentierten Kiewel verschiedene Karten, darunter auch Exemplare in unterschiedlichen Sprachen. Als die Moderatorin eine japanische Karte betrachtete, bezeichnete sie diese zunächst als „die chinesische“ und sagte dann lachend: „Ching Chong Chang“, während sie so tat, als lese sie die Schriftzeichen vor.

Empörung in sozialen Netzwerken

Wie „t-online“ zuerst berichtete, sorgte die Szene schnell für Kritik auf Instagram und TikTok. Zahlreiche Nutzer warfen Kiewel vor, sich über asiatische Sprachen und Kulturen lustig gemacht zu haben. Der Pokémon-Influencer und Streamer „mr.fujicards“ kritisierte auf TikTok: „Was die Moderatorin dort gesagt hat, zeigt mal wieder, wie tief der Alltagsrassismus in den Medien sitzt.“ Auch die TikTokerin Thi äußerte sich deutlich: „Es geht darum, dass eine Sprache, die Kultur und letztendlich Menschen auf irgendwelche bedeutungslosen Laute reduziert werden. Das Problem ist nicht, dass Kiewel kein Chinesisch spricht. Aber wenn du es nicht weißt, dann hält man in dem Moment lieber die Klappe.“

Reaktion von ZDF und Kiewel

Das ZDF reagierte auf die Vorwürfe. Eine Sprecherin sagte zu BILD: „Im ‚ZDF-Fernsehgarten‘ mit dem Motto ‚90er Dance Party‘ wurde der damals aufkommende Pokémon-Trend beleuchtet. Die spontan getätigte Äußerung war der Live-Situation geschuldet und keinesfalls rassistisch gemeint. Andrea Kiewel bedauert ihre Worte und entschuldigt sich dafür. Das ZDF stellt sich explizit gegen jede Form von Rassismus.“

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Hintergrund und gesellschaftliche Debatte

Der Vorfall reiht sich in eine Serie öffentlicher Rassismus-Debatten ein, bei denen stereotype Nachahmungen asiatischer Sprachen kritisiert werden. Experten betonen, dass solche Äußerungen, auch wenn sie nicht böswillig gemeint sind, verletzend wirken und Vorurteile verstärken können. Die Entschuldigung von Kiewel und dem ZDF wird von vielen als notwendiger Schritt gesehen, doch einige Kritiker fordern ein stärkeres Bewusstsein für kulturelle Sensibilität in den Medien.

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