Walk and Talk: Spaziergänge gegen Einsamkeit in Rostock gestartet
Walk and Talk: Spaziergänge gegen Einsamkeit in Rostock gestartet

Jan Tauer aus Rostock hat nach einer persönlichen Krise die Aktion „Walk and Talk“ ins Leben gerufen, um gegen Einsamkeit vorzugehen. Der 41-Jährige beschreibt eine Phase nach einer Trennung, in der er sich immer weiter zurückzog und in eine „Vermeidungsspirale“ geriet. Um dem entgegenzuwirken, begann er, über seine Gefühle zu schreiben und offen zu sprechen.

Seit Herbst 2024 organisiert Tauer alle zwei Wochen samstagvormittags Spaziergänge am Rostocker Stadthafen. Die Idee übernahm er von ähnlichen Projekten in anderen Städten. „Spaziergänge sind wirklich einfach zu organisieren“, sagt der Vater einer neunjährigen Tochter. Meist nehmen mehr als 20 Personen teil.

Laut einer nicht repräsentativen NDRfragt-Umfrage fühlt sich in Mecklenburg-Vorpommern mehr als jeder Dritte einsam. Besonders betroffen sind junge Menschen, was Psychotherapeut Christoph Bosse aus Stralsund unter anderem auf die Nachwirkungen der Corona-Pandemie zurückführt. Viele hätten in der Isolation soziale Fähigkeiten nicht erlernt und vermieden nun reale Konfrontationen.

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Die Aktion ist Teil eines größeren Engagements gegen Einsamkeit in Mecklenburg-Vorpommern. Die NDR Benefizaktion „Hand in Hand für Norddeutschland“ unterstützt in diesem Jahr 29 Projekte im Land, darunter Lesepatenschaften in Wismar und Rostock, einen Abenteuerspielplatz in Schwerin und eine Theatergruppe in Gnoien.

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