Paraguay-Senatorin attackiert Mbappé erneut: „Wer bist du, mich verachtenswert zu nennen?“
Paraguay-Senatorin attackiert Mbappé erneut

Die paraguayische Senatorin Celeste Amarilla de Boccia hat den französischen Fußballstar Kylian Mbappé erneut scharf attackiert. In einem offenen Brief an den 27-jährigen Real-Madrid-Profi fragte sie: „Wer bist du, mich verachtenswert zu nennen?“ Zuvor hatte Mbappé die Politikerin nach ihren rassistischen Beleidigungen als „eine verachtenswerte Frau, die ihres Amtes unwürdig ist“ bezeichnet.

Hintergrund des Streits

Der Konflikt eskalierte während des WM-Duells zwischen Frankreich und Paraguay am Samstag in Philadelphia, das die Franzosen mit 1:0 gewannen. Mbappé war im Spiel immer wieder hart attackiert worden, verweigerte nach dem Abpfiff dem paraguayischen Torhüter Orlando Gill den Handschlag und feierte mit einer provokanten Geste. Daraufhin veröffentlichte Amarilla de Boccia auf sozialen Medien rassistische Kommentare. Sie nannte Mbappé einen „Trottel“, der nicht einmal schreiben gelernt habe, und schrieb: „Statt Muttermilch hat er Kokosnüsse ausgesaugt, und das Gebildetste, was er je gehört hat, waren Schimpansen.“

Nach Mbappés deutlicher Antwort schaltete sich auch Frankreichs Staatspräsident Emmanuel Macron ein. „Ein weiteres Tor für Kylian Mbappé. Diesmal gegen Rassismus“, teilte er auf X mit. „Ich unterstütze ihn voll und ganz. Wenn Worte verletzen, setzen unsere Werte ein Zeichen: Würde, Respekt, Brüderlichkeit.“

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Offener Brief der Senatorin

In ihrem offenen Brief an Mbappé schrieb de Boccia: „Meine Beiträge waren mit heißem Blut geschrieben, dieses Mestizenblut, diese wunderschöne Mischung aus indigenem und spanischem Blut, die durch meine Adern fließt.“ Sie bedauere Teile ihrer Aussagen: „Schon nach kurzer Zeit bereute ich es, dich mit denselben Beleidigungen beschimpft zu haben, die ich selbst zu hören bekomme.“ Auch sie werde als Latina und wegen ihrer Hautfarbe angegangen. Dennoch forderte sie von Mbappé eine Entschuldigung: „Nun verlange ich, dass du deine Aussage ebenfalls zurückziehst und dich entschuldigst.“

Die Senatorin bleibt jedoch angriffslustig: „Ich werde weder deine Gewalt noch sonst etwas tolerieren. Du weißt nicht, wer ich bin, du hast keine Ahnung, wer ich bin, und du hast kein Recht zu sagen, dass ich eine verachtenswerte Frau bin, nicht würdig, die Position zu bekleiden, die ich innehabe.“

Reaktionen und Auswirkungen

Der Vorfall hat in Paraguay und Frankreich für Aufsehen gesorgt. Während Mbappé von vielen Seiten Unterstützung erhielt, wird die Senatorin für ihre rassistischen Äußerungen kritisiert. Die Auseinandersetzung zeigt die anhaltende Problematik von Rassismus im Fußball und in der Politik.

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