Der Potsdamer Volleyballclub 91 (PVC) befindet sich im Aufwind: Der Doppelaufstieg der ersten Herren- und Damenmannschaft, ein Mitgliederwachstum auf rund 450 Aktive und die Gründung eines Fördervereins prägen die aktuelle Entwicklung des Vereins. Im Rahmen der Serie „Vereinsmeierei“ der Potsdamer Neuesten Nachrichten (PNN) stellte sich der PVC vor. Vereinsvorsitzender Andy Schneider, der zugleich 1. Vizepräsident des Brandenburgischen Volleyballverbands ist, beantwortete die Fragen.
Gründung und Angebot
Der PVC wurde 1991 gegründet und zählt heute zu den größten reinen Volleyballvereinen in Brandenburg. Das Angebot umfasst Kinder- und Jugendtraining, leistungsorientierte Damen- und Herrenmannschaften sowie breitensportlichen Mixed- und Freizeitsport. „Mit derzeit rund 450 Mitgliedern bewegen wir Menschen in jedem Alter“, so Schneider.
Bedeutung für die Gesellschaft
Der Verein schaffe Räume für Bewegung, Begegnung und Teilhabe. „Gerade für Kinder und Jugendliche sind unsere Sportangebote ein wichtiger Ausgleich im Alltag“, betont Schneider. Durch ehrenamtliches Engagement, Integration und die Förderung von Mädchen- und Frauensport werde der gesellschaftliche Zusammenhalt in Potsdam gestärkt. Demokratie und Gemeinschaft würden gelebt und gefördert.
Vorurteile und Erfolge
Ein häufiges Vorurteil sei, dass man für Volleyball riesengroß sein müsse. „Das stimmt so nicht“, stellt Schneider klar. „Auf dem Feld zählen vorrangig Technik, Spielverständnis, Reaktionsvermögen und Teamgeist.“ Der größte Vereinserfolg sei der Aufbau einer starken Kinder- und Jugendabteilung sowie die Qualifizierung von knapp 20 jungen lizenzierten Trainerinnen und Trainern in den vergangenen drei Jahren. Zudem wurde der ehrenamtliche Stab auf über 25 aktive Mitglieder ausgebaut. 2026 gelang der Doppelaufstieg der 1. Herren in die Brandenburgliga und der 1. Damen in die Landesliga. Der neue Förderverein fokussiert auf Kinder- und Jugendbildung sowie kindliche Bewegungsförderung.
Höhepunkte und Wünsche
Das jährliche Nikolausturnier und das 35-jährige Vereinsjubiläum in diesem Jahr bleiben unvergesslich. „Sport verbindet, schafft Freundschaften und gibt lebenslange Eindrücke“, so Schneider. Von der neuen Oberbürgermeisterin Noosha Aubel wünscht sich der Verein eine konsequente Stärkung des Ehrenamts und des Vereinssports, eine verlässliche Sportstättenpolitik, faire und kostenfreie Hallenzeitenvergabe sowie gezielte Unterstützung bei der Vereinsentwicklung. „Sport darf kein Lückenfüller sein – er ist Teil der sozialen Infrastruktur dieser Stadt“, betont Schneider.
Unterstützung und Mitmachen
Der PVC lebt vom Ehrenamt. „Die Türen stehen offen für kreative Köpfe, Förderer, Macher und alle Fans unseres Sports“, sagt Schneider. Der Förderverein freue sich über studentische Nachhilfelehrer in allen Fächern. Interessierte können an sechs Tagen in der Woche in den Potsdamer Sporthallen und auf den Beachplätzen vorbeischauen oder sich auf der Website www.pvc91.de informieren.



