Richard Wagner: Opern-Genie trug heimlich Frauenkleider und liebte rosa Seide
Richard Wagner trug heimlich Frauenkleider

Der größte Opern-Komponist Deutschlands, Richard Wagner, hatte eine geheime Obsession: Er liebte rosa Seide, Satin, Rüschen und Rosenduft – und trug heimlich Frauenkleider. Das belegen historische Überlieferungen und Tagebucheinträge seiner Frau Cosima.

Wagners Leidenschaft für Stoffe und Düfte

Sobald Geld in der Kasse war, gönnte sich Wagner Luxus. Er kaufte Seide, Satin und teure Parfüms, am liebsten in Rosa. Seine Frau Cosima notierte in ihren Tagebüchern, dass ihr Mann diesen Vorlieben fast genauso viel Aufmerksamkeit schenkte wie seinen Opern.

Der Historiker Oliver Hilmes (55) sagt in der 3sat-Doku „Wagnerwahn“: „Wagner hat definitiv keine homoerotischen Veranlagungen. Das kann man, glaube ich, ihm nicht unterstellen. Es ist nicht bekannt.“ Auch Laurence Dreyfus (73), Wagner-Experte aus Oxford, widerspricht solchen Spekulationen. Nach allem, was bekannt sei, sei Wagner nicht homosexuell gewesen.

Breites Pickt-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App für Telegram

Ein Fetisch für feminine Kleidung

Dreyfus sieht darin einen Fetisch: „Schon die Kleider seiner Schwestern erregten ihn, und er kuschelte sich darin ein. Er hat einen Hang zum Femininen und wie das beim Fetisch so ist, dient der Stoff als Ersatzbefriedigung.“ Der Wissenschaftler weiter: „Wir haben Zeichnungen von Wagner in den Briefen an seine Schneiderin. Darin sieht man all die langen Schleppen und Rüschen. Er hüllt sich in feminine Kleider, ohne es jemandem zu zeigen. Er hält sich dabei für völlig normal und männlich. Er braucht die Seide, um zu komponieren.“

Heute würde man ihn als Crossdresser bezeichnen – jemand, der Kleidung des anderen Geschlechts trägt, ohne dass das etwas über seine sexuelle Orientierung aussagt. Die weichen Stoffe hätten ihm geholfen, sich in seine weiblichen Opernfiguren einzufühlen und ihre Gefühle in Musik zu verwandeln.

Der Duft von Rosen als Inspiration

Rosenparfüm war für Wagner mehr als ein angenehmer Geruch. Rosen, Blüten und betörende Düfte tauchen immer wieder in seinen Werken auf. Der Dirigent Philippe Jordan (51) glaubt deshalb: Die Atmosphäre von Werken wie „Tristan und Isolde“ sei ohne Wagners Vorliebe für Stoffe und Parfüms kaum denkbar.

Seine Frau Cosima konnte mit der Leidenschaft ihres Mannes dagegen wenig anfangen. In ihren Tagebüchern wird deutlich: Sie hielt seine Vorliebe für Seide und Parfüm eher für eine schrullige Marotte als für eine künstlerische Notwendigkeit.

Pickt After-Article-Banner — kollaborative Einkaufslisten-App mit Familien-Illustration