Man sagt immer, Routinen seien wichtig für Kinder. Unsere Autorin Agatha Kremplewski weiß allerdings: Selten wünscht man sich mehr Erwartbarkeit als im Alltag als Mutter. Im Job ist sie kein Fan von Routinen, doch mit Kind ändert sich das komplett.
Der Wunsch nach öder Routine
„Ich gebe zu: Im Job bin ich nicht der größte Fan von Routinen. Mir ist Abwechslung wichtig. Mir ist es lieber, mich regelmäßig auf neue Themen, Projekte und Menschen einzustellen, anstatt jeden Tag dasselbe Material zu wälzen. Dieselben Meetings zu machen. Über dieselben Themen zu sprechen“, schreibt Kremplewski. Diese Haltung ändere sich mit Kind komplett.
„Ich denke, ich spreche stellvertretend für alle Eltern, wenn ich sage: Sobald man Mutter oder Vater wird, wünscht man sich öde Routine. Und bekommt sie paradoxerweise nie. Oder zumindest selten“, so die Autorin.
Der Kampf um die Gute-Nacht-Routine
Ein Beispiel aus ihrem Alltag: Als ihr Sohn etwa acht Monate alt war, waren sie und ihr Partner maximal gestresst damit, eine Gute-Nacht-Routine aufzubauen. „Erst Schlafsack anziehen oder erst vorlesen? Vorlesen auf dem Sofa oder schon im Bett? Ist Einschlafstillen noch okay oder sollte das Kind nicht eigentlich schon in der Lage sein, allein zur Ruhe zu kommen?“, fragt sie sich.
Routinen geben Kindern Orientierung und Sicherheit, doch für Eltern bedeuten sie oft zusätzlichen Druck. Die Sehnsucht nach verlässlichen Abläufen wächst mit den täglichen Herausforderungen. „Manchmal wünscht sich unsere Autorin ein bisschen mehr Langeweile“, heißt es im Artikel.
Fazit: Warum Routinen entlasten
Obwohl Routinen im Berufsleben als einengend empfunden werden können, sind sie im Familienalltag eine wertvolle Stütze. Sie schaffen Struktur, reduzieren Entscheidungsstress und geben Kindern wie Eltern ein Gefühl von Kontrolle. Die Erfahrung der Autorin zeigt: Was zunächst wie eine lästige Pflicht erscheint, kann zur großen Entlastung werden.



