Janet Dannehl und Max Haase sind seit fast sechs Jahren ein Paar und teilen auf ihren Reisen viele gemeinsame Erlebnisse. Doch sie schwören auch auf Solo-Urlaub: „Wir machen etwa ein- bis zweimal im Jahr Solo-Trips, meist über einen Zeitraum von zwei bis vier Wochen“, verraten die beiden unserer Redaktion. Für viele Paare mag das ungewöhnlich klingen, doch Janet und Max sind überzeugt, dass die getrennten Reisen ihre Beziehung stärken.
Warum getrennte Urlaube die Beziehung fördern können
Die 30-Jährigen genießen es, auch mal ohne den anderen zu sein. „Es stärkt das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten und gibt uns die Möglichkeit, uns selbst neu zu entdecken“, erklärt das Paar. Durch die Unabhängigkeit kehren sie erfrischt zurück und schätzen die gemeinsame Zeit umso mehr. Diese Erfahrung teilen sie auf ihren Social-Media-Kanälen, wo sie regelmäßig Einblicke in ihre Reisen geben.
Paartherapeutin warnt vor Risiken
Doch nicht für jedes Paar ist dieses Modell geeignet. Paartherapeutin Nina Jares betont: „Man sollte sich vorher unbedingt bewusst sein, ob die Beziehung stabil genug ist. Bei Unsicherheiten oder Eifersuchtsproblemen kann getrennter Urlaub mehr schaden als nützen.“ Sie rät Paaren, offen über Erwartungen und Ängste zu sprechen, bevor sie getrennt verreisen. „Wenn die Kommunikation stimmt, kann es eine Bereicherung sein“, so Jares.
Die richtige Balance finden
Janet und Max haben für sich die ideale Balance gefunden: Gemeinsame Reisen bleiben die Höhepunkte, aber die Solo-Trips sind ein wichtiger Ausgleich. „Wir kommen jedes Mal gestärkt zurück und haben neue Geschichten zu erzählen“, sagen sie. Für Paare, die ähnliche Erfahrungen machen möchten, empfiehlt die Therapeutin, mit kurzen Trennungen zu beginnen und die Reaktionen des Partners zu beobachten.



