Die Wanderausstellung „Alles wissen wollen. Die Stasi und ihre Dokumente“ wird vom 7. Juli bis 2. September im Foyer des Potsdamer Landtags am Alten Markt gezeigt. Das Bundesarchiv präsentiert dort 21 Objekte, die die Machenschaften des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) der DDR dokumentieren. Die Stasi fungierte als Geheimpolizei, Ermittlungsbehörde und Auslandsnachrichtendienst und bespitzelte, manipulierte und überwachte Menschen in der DDR und darüber hinaus. Im Zuge der Friedlichen Revolution wurde sie aufgelöst.
Ausstellung zeigt vielfältige Exponate
In sieben Vitrinen werden Schriftstücke, Karteikarten, Tonbänder und Fotos aus den Beständen der Stasi-Unterlagenbehörde gezeigt, die seit 2021 Teil des Bundesarchivs ist. Ein besonderes Exponat ist eine Stasi-Planungskarte, die zur Überwachung des Besuchs von Bundeskanzler Helmut Schmidt und DDR-Staats- und Parteichef Erich Honecker in Güstrow im Jahr 1981 angelegt wurde. An diesem Einsatz waren fast 5000 Stasi-Kräfte beteiligt.
Besucher können Hintergründe per QR-Code erfahren
Die Ausstellung ist montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr zugänglich. An den Vitrinen angebrachte QR-Codes ermöglichen es den Besuchern, historische und biografische Hintergründe sowie Einblicke in die Ideologie, Struktur und Methoden der Stasi zu erhalten. Die Ausstellung wird vom Bundesarchiv organisiert und soll das Verständnis für die Arbeit des Geheimdienstes und die Bedeutung der Aufarbeitung seiner Dokumente fördern.



