Tod nach Sprung im Freibad: 20-Jähriger stirbt bei nächtlichem Einbruch
Tod nach Sprung im Freibad: 20-Jähriger stirbt

Ein nächtlicher Ausflug in ein Freibad in Hohenthann (Bayern) endete tödlich: Ein 20-jähriger Mann starb, nachdem er beim Sprung ins Becken schwerste Verletzungen erlitt. Fünf junge Männer im Alter von 19 bis 24 Jahren waren in der Nacht zum Sonntag gegen 4 Uhr über den Zaun des Freibads nahe Landshut geklettert. Was als spontaner Badespaß begann, entwickelte sich zu einer Tragödie.

Tödlicher Sprung ins Becken

Der 20-Jährige zog sich beim Sprung ins Wasser schwerste Verletzungen zu. Notärzte versorgten ihn noch vor Ort, bevor er in ein Krankenhaus gebracht wurde, wo er wenige Stunden später starb. Die Polizei geht von einem tragischen Unglücksfall aus. Ein Polizeisprecher erklärte, dass Alkohol „möglicherweise auch eine Rolle spielen“ könnte, machte aber keine weiteren Angaben. Die Ermittlungen konzentrieren sich auf die genaue Todesursache, daneben wird auch wegen Hausfriedensbruchs ermittelt.

Freibad blieb einen Tag geschlossen

Das Freibad in Hohenthann blieb nach dem Unfall am Sonntag geschlossen und öffnete erst am Montag wieder. Die Gemeinde zeigte sich bestürzt über den Vorfall. Die Polizei betonte, dass der Vorrang der Ermittlungen der Klärung der Todesumstände gelte.

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Warnung der Schwimmmeister

Ralf Großmann, Chef des bayerischen Landesverbands der Schwimmmeister, warnte eindringlich vor den Gefahren nächtlicher Aufenthalte in geschlossenen Freibädern. „Der Fall zeigt, welche erheblichen Gefahren nächtliche Aufenthalte in geschlossenen Freibädern mit sich bringen“, sagte Großmann. Es gebe keine Badeaufsicht und damit im Ernstfall niemanden, der sofort eingreifen könne. „Kommt es zu einem Sprungunfall, einer Bewusstlosigkeit oder einem anderen medizinischen Notfall, entscheiden oft wenige Minuten darüber, ob ein Mensch gerettet werden kann“, so Großmann.

Risiken werden unterschätzt

Besonders in Tropennächten würden die Gefahren häufig unterschätzt. „Müdigkeit, Alkohol, Gruppendynamik oder Selbstüberschätzung können dazu führen, dass gefährliche Entscheidungen getroffen werden“, erklärte Großmann. Dass Freibäder auch bei hohen Temperaturen nachts geschlossen bleiben, diene „in erster Linie dem Schutz von Menschenleben“. Sein Appell: „Ein nächtlicher Ausflug ins Freibad mag harmlos oder aufregend erscheinen. Im Ernstfall ist jedoch niemand vor Ort, der sofort helfen kann. Dieses Risiko sollte niemand eingehen.“

Die Polizei ermittelt weiter und bittet Zeugen, die Hinweise zum Vorfall geben können, sich zu melden. Der tragische Tod des 20-Jährigen mahnt zur Vorsicht: Nächtliche Besuche in geschlossenen Freibädern sind nicht nur verboten, sondern lebensgefährlich.

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