Zwischenfall am Dresdner Flughafen: Hase auf Landebahn sorgt für Sperrung
Ein toter Hase hat am Sonntagabend den Flugbetrieb am Dresdner Flughafen vorübergehend zum Erliegen gebracht. Ein kleines Flugzeug überfuhr das Tier bei der Landung, woraufhin die Landebahn für rund 30 Minuten gesperrt werden musste. Die Folgen: Zwei Maschinen kreisten in Warteschleifen, ein Linienflug aus Zürich wurde nach Leipzig umgeleitet.
Der Vorfall ereignete sich gegen 20 Uhr, als der Hase genau im Moment des Aufsetzens über die Piste hoppelte. Das Tier wurde dabei in Stücke gerissen, während das Flugzeug selbst unbeschadet blieb und später seinen Flug fortsetzen konnte. Dennoch löste der Unfall ein vorgeschriebenes Kontrollprozedere aus. „Die Landebahn musste auf Fremdkörper kontrolliert werden“, erklärte Flughafensprecher Uwe Schuhart (50) gegenüber BILD.
Feuerwehr im Einsatz: Reinigung der Piste
Die Feuerwehr rückte an, um Fellreste und Hasenblut von der Landebahn zu entfernen. Dieser Vorgang dauerte etwa 30 Minuten. Laut Schuhart war die Bahn von 20.10 Uhr bis 20.40 Uhr gesperrt. Während dieser Zeit durften zwei Flugzeuge nicht landen: eine Cessna aus Hannover und ein Vueling-Urlaubsflieger vom Typ Airbus A321 aus Barcelona. Beide mussten eine halbe Stunde lang Warteschleifen fliegen.
Ein Linienflug aus Zürich, ein Airbus A220, war von der Sperrung besonders betroffen. Offenbar drohte ihm der Treibstoff auszugehen, weshalb die Maschine nach Leipzig umgeleitet wurde. Dort landete sie mit einer Verspätung von etwa 30 Minuten. Starts waren von der Sperrung nicht betroffen, da in Dresden während dieser Zeit keine Abflüge geplant waren.



