Trump-Krise, Therapie-Kürzung, WM-Ärger: Die Nachrichten des Tages
Trump-Krise, Therapie-Kürzung, WM-Ärger: Tagesnachrichten

US-Präsident Donald Trump hat auf dem NATO-Gipfel in Ankara die Waffenruhe mit dem Iran für beendet erklärt und neue Sanktionen auf iranisches Öl verhängt. Teheran reagierte umgehend mit Raketenangriffen auf US-Ziele in Kuwait und Bahrain. Die Zukunft weiterer Verhandlungen ist ungewiss. Das Rahmenabkommen, das den Krieg beenden sollte, war selbst in stabilen Phasen nur als „brüchig“ zu bezeichnen.

Trump attackiert Spanien als „schlechte Menschen“

Gleichzeitig zog Trump über den NATO-Partner Spanien her. „Schlechte Partner, ja gar schlechte Menschen seien die Spanier“, sagte er. „Ich will keinen Handel mit ihnen treiben.“ Hintergrund ist der Irankrieg, als Ministerpräsident Pedro Sánchez dem US-Militär die Nutzung der Stützpunkte in Rota und Morón untersagte. Sánchez sei seither Trumps „Lieblingsfeind“, so SPIEGEL-Kollege Steffen Lüdke. Viele Wähler feiern Sánchez für seinen Widerstand gegen den US-Präsidenten.

Schwarz-rote Koalition streitet über Psychotherapie-Kürzungen

In der schwarz-roten Koalition gibt es Widerstand gegen geplante Kürzungen bei der Psychotherapie. Die Gesundheitspolitiker von Union und SPD haben einen Entschließungsantrag eingebracht, der am Freitag im Bundestag beschlossen werden soll. Ziel ist es, die Versorgung der aktuell in Behandlung befindlichen Patienten trotz Sparzwang sicherzustellen. Die Fachpolitiker wenden sich jedoch nicht gegen die schlechtere Bezahlung von Psychotherapien – der umstrittenste Teil des Vorhabens. Therapeuten sind empört, und es wird befürchtet, dass Therapieplätze noch knapper werden. SPIEGEL-Kollegin Milena Hassenkamp und Kollege Christian Teevs berichten.

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Ägypten legt Beschwerde nach WM-Aus gegen Argentinien ein

Der ägyptische Fußballverband hat nach dem Achtelfinal-Aus gegen Argentinien Beschwerde gegen Schiedsrichter François Letexier und sein Team eingelegt. Verbandspräsident Hany Abo Rida forderte den Ausschluss des französischen Referees vom Turnier, da dieser entscheidende Fehler gemacht habe. Trainer Hossam Hassan kündigte einen persönlichen WM-Boykott an: „Ich werde nicht mehr weiterschauen, kein einziges Spiel dieses Turniers.“

Weitere wichtige Nachrichten des Tages

An einem Gymnasium in Oberbayern wurden mehrere Menschen verletzt, mindestens zwei schwer. Die Polizei spricht von einer Amoktat, ein Verdächtiger wurde festgenommen. Rettungshubschrauber waren im Einsatz.

Laut offizieller Statistik gab es während der Hitzewelle Ende Juni in Deutschland mehr als 5500 zusätzliche Todesfälle. Experten sehen einen klaren Zusammenhang mit den Rekordtemperaturen.

Die Deutsche Bahn investiert 50 Millionen Euro in bessere Kundeninformationen. Mit neuer IT und einer KI-Assistentin sollen Reisende schneller und verlässlicher informiert werden, auch kurzfristige Gleiswechsel sollen früher angezeigt werden.

Berlins Regierender Bürgermeister unter Druck

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) gerät wegen widersprüchlicher Angaben zu seinen Aktivitäten am ersten Tag des großen Stromausfalls in Erklärungsnot. Wie SPIEGEL-Kollege Florian Kistler berichtet, musste die Senatskanzlei einräumen, dass dienstliche Telefonate, die Wegner bereits am Vormittag geführt haben wollte, doch anders verliefen. Die Enthüllung kommt mitten im Wahlkampf.

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