In den Ferienzeiten füllten sich in der Frontstadt West-Berlin die Busse Richtung Harz und Fichtelgebirge. Dort angekommen, war es mit der Beschaulichkeit vorbei. Unter dem Motto „Hauptsache Remmidemmi“ suchten die West-Berliner Erholung in der Ferne, doch die war oft von Lärm und Trubel geprägt.
Busse Richtung Harz und Fichtelgebirge
Die West-Berliner Bevölkerung nutzte die Sommerfrische, um dem Alltag in der isolierten Stadt zu entfliehen. Die Busse fuhren in Scharen in die Mittelgebirge, wo die Urlauber auf Gleichgesinnte trafen. Der Funkturm-Ersatz im Urlaub war der Sendeturm auf dem Ochsenkopf in Oberfranken, wie ein Bild von picture alliance zeigt.
Beschaulichkeit ade
In den Urlaubsorten war es oft laut und voll. Die West-Berliner brachten ihre eigene Lebensart mit, was nicht immer auf Gegenliebe stieß. Dennoch war die Sommerfrische für viele eine willkommene Abwechslung. Ulli Kulke beschreibt in seinem Artikel die Stimmung als ausgelassen und chaotisch.
Historischer Kontext
Die Reisetätigkeit der West-Berliner war in der Zeit des Kalten Krieges besonders bedeutsam, da die Stadt von der DDR umgeben war. Die Busreisen in den Westen Deutschlands waren eine Möglichkeit, die Enge der Stadt zu verlassen. Der Harz und das Fichtelgebirge waren beliebte Ziele, da sie relativ nah lagen und eine landschaftliche Abwechslung boten.



