Marias Kindheit: Kampf um Liebe und Missbrauch
Maria nennt ihre Eltern heute „Müllmenschen“. Nicht „Mama“ oder „Papa“, sondern „Müllmenschen“. Vergeblich kämpfte sie als Kind um jede Umarmung, um ein „Ich hab dich lieb“. Bis sie erkennen musste: Da ist einfach nichts zu holen. Mit 9 Jahren wurde Maria von einem Familienmitglied sexuell missbraucht. Mit 13 Jahren bat das Mädchen selbst das Jugendamt, in einem Kinderheim leben zu dürfen.
Das Leben im Kinderheim: Blick auf die Mutter
Aus dem Fenster ihres Einzelzimmers im Kinderheim konnte Maria in den Garten ihrer Mutter schauen. Sie sah, wie die Mutter lachte, Spaß hatte, Alkohol trank mit Freunden. Das Leben des Kindes kreiste um die eine Frage: „Warum kannst du mich nicht lieben, Mama?“
Der Weg zurück ins Leben: Überlebenskampf und Heilung
Wie überlebt man eine solche Kindheit? Wie wird man groß ohne Liebe? Kann man Liebe lernen, ohne sie selbst erfahren zu haben? BILD traf Maria in ihrer Heimatstadt Schwerin. Die junge Frau berichtet, wie sie es geschafft hat, nicht mehr sterben zu wollen, aus der Drogensucht zu kommen und nicht mehr zu hassen. Heute hilft sie anderen, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben. Maria zeigt auf beeindruckende Weise, wie sie sich ihr Leben zurückgeholt hat. Der Missbrauch wirkt sich bis heute auf ihre Sexualität aus, doch sie hat gelernt, damit umzugehen.



