Rassistische Kommentare bei WM: FIFA meldet deutlichen Anstieg
WM: Rassistische Kommentare steigen um drei Prozent

Die FIFA hat einen deutlichen Anstieg rassistischer Kommentare in sozialen Medien während der laufenden Fußball-Weltmeisterschaft verzeichnet. Laut einer aktuellen Datenerhebung des Fußball-Weltverbands sind elf Prozent aller als beleidigend eingestuften Beiträge rassistischer Natur. Dies entspricht einem Zuwachs von drei Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum der vergangenen WM in Katar im November und Dezember 2022. Insgesamt wurden 1.000 Accounts an Strafverfolgungsbehörden gemeldet, wie die FIFA mitteilte.

Social Media Protection Service im Einsatz

Die FIFA beruft sich bei diesen Zahlen auf den sogenannten Social Media Protection Service (SMPS). Dieser Dienst scannt die Accounts von teilnehmenden Teams, Spielern, Trainern und Schiedsrichtern und macht beleidigende Kommentare unsichtbar. Ziel ist es, die Akteure vor den negativen Auswirkungen solcher Beleidigungen zu schützen. Der SMPS wurde bereits bei der WM in Katar eingesetzt, doch die aktuellen Daten zeigen, dass das Problem weiterhin besteht und sich sogar verschärft hat.

Niederländische Spieler im Fokus

Besonders betroffen waren zuletzt drei niederländische Profis: Justin Kluivert, Quinten Timber und Crysencio Summerville. Nach ihren Fehlversuchen im Elfmeterschießen gegen Marokko im Sechzehntelfinale wurden sie in den sozialen Medien teilweise rassistisch beleidigt. Das Trio reagierte darauf, indem es die Kommentarfunktionen in den jeweiligen Accounts deaktivierte. Der niederländische Verband KNVB verurteilte die Vorfälle und rief dazu auf, entsprechende Beiträge zu melden. In einer Stellungnahme hieß es: „Fußball bringt Millionen verschiedene Menschen zusammen und Diskriminierung sorgt für das Gegenteil. Das widerspricht also allem, wofür der Fußball steht.“

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Herausforderung für die FIFA

Die FIFA betont, dass die Aufgabe, Beleidigungen aus sozialen Netzwerken fernzuhalten, bei dieser WM herausfordernder sei als bei der vergangenen. Die zunehmende Nutzung sozialer Medien und die Anonymität im Internet tragen dazu bei, dass rassistische Kommentare häufiger vorkommen. Der Weltverband setzt daher verstärkt auf den SMPS und die Zusammenarbeit mit Strafverfolgungsbehörden, um gegen die Täter vorzugehen. Die gemeldeten 1.000 Accounts sind ein erster Schritt, doch die FIFA macht deutlich, dass weitere Maßnahmen notwendig sind, um Diskriminierung im Fußball nachhaltig zu bekämpfen.

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