Die Handball-Szene zeigt sich solidarisch: Für die an Krebs erkrankte Ex-Bundesligaspielerin Liv Süchting (26) sind innerhalb eines Tages knapp 300.000 Euro gespendet worden. Die größte Einzelspende betrug 10.000 Euro. Die Weltmeisterin im Beachhandball hatte am Donnerstag einen öffentlichen Spendenaufruf gestartet, um eine spezielle Krebstherapie zu finanzieren, die in Deutschland nicht angeboten wird und von ihrer gesetzlichen Krankenkasse nicht übernommen wird.
Diagnose mit 22: Schwarzer Hautkrebs im Stadium IV
Auf der Plattform GoFundMe beschreibt Süchting ihren Leidensweg: „Mit 22 Jahren erhielt ich die Diagnose schwarzer Hautkrebs im Stadium IV – mit Metastasen in mehreren Organen. Von einem Tag auf den anderen stand meine Welt Kopf.“ Die gebürtige Nienburgerin hatte sich zuvor zu einer vielversprechenden Handballerin entwickelt. Für den Buxtehuder SV lief sie in der Bundesliga auf, 2022 holte sie mit der Beachhandball-Nationalmannschaft nach dem EM-Titel auch WM-Gold – „Erfolge, auf die ich bis heute unglaublich stolz bin“, so Süchting.
Alle Möglichkeiten ausgeschöpft – ohne Erfolg
Seit ihrer Diagnose habe sie mehrere Behandlungen durchlaufen und „alle Möglichkeiten ausgeschöpft“ – „leider bisher ohne den erhofften Erfolg“. Eine Chance sieht sie in einer speziellen Therapie, die in Deutschland nicht angeboten wird. Die Kosten belaufen sich auf 250.000 Euro. „Jede Unterstützung – ganz gleich in welcher Höhe – bringt mich meinem Ziel ein Stück näher und gibt mir die Chance, diese Therapie wahrnehmen zu können. Dafür danke ich von Herzen“, schrieb sie in ihrem Aufruf.
Überwältigende Solidarität
Bereits einen Tag nach Veröffentlichung des Aufrufs wurde das Spendenziel von 250.000 Euro übertroffen: Knapp 300.000 Euro sind bislang eingegangen. Dies zeigt die große Anteilnahme und den Zusammenhalt in der Handballgemeinschaft und darüber hinaus. Die Spendenaktion läuft weiter.



