Ana Ivanović gesteht: Panikattacken beendeten meine Tenniskarriere
Ana Ivanović: Panikattacken beendeten meine Karriere

Ana Ivanović (38), ehemalige Tennisspielerin und French-Open-Siegerin von 2008, hat erstmals öffentlich über ihre mentalen Probleme gesprochen, die zu ihrem frühen Karriereende mit 29 Jahren führten. In der kroatischen Sport-Talkshow „Neuspjeh prvaka“ von Slaven Bilić (57), dem neuen kroatischen Nationaltrainer und Ex-Bundesliga-Star, machte die Serbin ein trauriges Geständnis: „In den letzten Jahren meiner Karriere hatte ich sehr starke Panikattacken, sobald ich auf den Platz ging. Ich habe nie darüber gesprochen, aber ich hatte wirklich heftige Panikattacken.“

Panikattacken als Karrierekiller

Bisher hatte Ivanović ihr Karriereende im Dezember 2016 offiziell mit Verletzungen begründet. Nun offenbart sie die wahren Hintergründe: „In Wirklichkeit war ich einfach nur in Panik und konnte nicht mehr. Ich hatte panische Angst davor, am nächsten Tag wieder auf den Platz zu gehen und vor Publikum spielen zu müssen.“ Die Panikattacken seien so stark gewesen, dass sie nicht mehr in der Lage war, ihr Spiel zu kontrollieren.

Ivanović gewann 2008 die French Open in Paris und wurde anschließend zur Weltranglistenersten. Insgesamt holte sie 15 Einzeltitel auf der WTA-Tour. Trotz dieser Erfolge kämpfte sie in ihren letzten Jahren mit massiven Ängsten, die auch Außenstehenden auffielen. „Ich hatte Schwierigkeiten auf dem Platz, aber niemand wusste, dass ich unter Panikattacken litt“, so die 38-Jährige.

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Frühes Karriereende: Keine leichte Entscheidung

Obwohl sie unter den Panikattacken litt, fiel ihr der Abschied vom Tennis schwer. „Natürlich war es kein leichter Schritt und es fiel mir schwer, Tennis aufzugeben, denn seit meinem fünften Lebensjahr war es mein Leben, meine erste Liebe, etwas, das ich wirklich liebte und in dem ich sehr gut war. Aber ich hatte das Gefühl, dass es der richtige Zeitpunkt für mich war.“

Bis heute bereut Ivanović ihre Entscheidung nicht. „Ich vermisse die großen Turniere, den Wettkampf, das Gefühl, das Adrenalin, aber ich bereue meine Entscheidung nicht. Ich bin sehr glücklich, wo ich jetzt bin“, erklärte sie in der Show. Viele waren damals überrascht vom frühen Tennis-Aus, doch die Serbin selbst nicht: „Ich erinnere mich, dass ich in meinen Zwanzigern gesagt habe, ich sei nicht der Typ, der bis 40 spielt. Das hat mich nie gereizt, weil ich wusste, dass es andere Dinge gab, die ich im Leben tun wollte.“

Ein neues Kapitel nach dem Tennis

Seit ihrem Karriereende hat Ivanović ein neues Leben aufgebaut. Sie ist mit dem deutschen Fußballspieler Bastian Schweinsteiger verheiratet und hat zwei Kinder. Ihr frühes Karriereende ermöglichte es ihr, sich auf ihre Familie und andere Projekte zu konzentrieren. Die Offenheit über ihre mentalen Probleme könnte auch anderen Sportlern helfen, die unter ähnlichen Ängsten leiden.

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