Ein Arzt warnt vor den Gefahren, die beim Baden an heißen Tagen lauern. Besonders der Sprung ins kalte Wasser nach langer Sonneneinstrahlung kann schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben.
Kreislaufkollaps durch Temperaturschock
Dr. Schöffer, ein Mediziner, erklärt: „An einem 37-Grad-Tag reicht es, wenn man zwei Stunden in der Sonne gelegen hat und dann in 22 Grad warmes Wasser springt. Das kann zu einem Kreislaufversagen oder Herzrhythmusstörungen führen.“ Die plötzliche Abkühlung des Körpers stelle eine extreme Belastung für das Herz-Kreislauf-System dar. Viele unterschätzten die Gefahr, weil sie sich fit und gesund fühlten.
Typische Fehleinschätzungen am Wasser
Laut Dr. Schöffer beginnt ein Badeunfall oft mit einer Fehleinschätzung der eigenen körperlichen Verfassung oder der Wassertemperatur. „Wer sich nach einem heißen Tag abkühlen möchte, sollte langsam ins Wasser gehen und nicht kopfüber springen“, rät er. Besonders ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen wie Bluthochdruck seien gefährdet. Aber auch junge, scheinbar gesunde Erwachsene könnten betroffen sein.
Weitere Risiken beim Baden
Neben dem Kälteschock gibt es weitere Gefahren: Unterkühlung, Krämpfe oder das Ertrinken durch Überschätzung der eigenen Schwimmfähigkeiten. Dr. Schöffer empfiehlt, stets auf die Signale des Körpers zu achten und bei Unwohlsein sofort das Wasser zu verlassen. Zudem sollten Badegäste nie allein schwimmen und die Baderegeln beachten, wie etwa das Verbot von Sprüngen in unbekannte Gewässer.
Prävention und richtiges Verhalten
Um Unfälle zu vermeiden, sei es wichtig, den Körper vor dem Baden langsam an die Wassertemperatur zu gewöhnen. „Man sollte zunächst die Beine und Arme benetzen, dann langsam ins Wasser gehen“, so der Arzt. Auch das Trinken von ausreichend Wasser vor dem Baden sei entscheidend, um Kreislaufproblemen vorzubeugen. Wer bereits unterkühlt ist oder sich schwindelig fühle, solle auf keinen Fall ins Wasser gehen.



